Published December 31, 1970 | Version v1
Taxonomic treatment Open

Suctobelba discrepans Moritz, 1970, nov. spec.

Authors/Creators

Description

Suctobelba discrepans nov. spec. (Abb. 6)

Diagnose: Notogaster mit s-förmig geschwungenen Borsten. Hinterlobe des interbothridialen Bechers mit dem Becher verbunden. Vorderrand des Rostrum median mit einer Einkerbung. Apikallobus eine sehr kleine scharfe Spitze. Rostralzahn sehr groß, den Vorderrand des Rostrum weit überragend. Lateralfeld reduziert.

Habitus: Von dieser Art liegen 2 Exemplare vor. Maße des Holotypus: Länge 205 µm, Breite 115 µm, Notogasterlänge 138 µm. Die entsprechenden Maße des Paratypus sind: 210, 124 und 136 µm.

Prodorsum: Das Rostrum ist stark verkürzt, so daß sein Vorderrand von den Rostralhaaren um mehr als die Hälfte ihrer Länge überragt wird. Ein auffallendes Merkmal ist die mediane Einkerbung des Rostralrandes, die hier den vorderen Teil der bei anderen Arten vorhandenen Rostralrinne einnimmt. In der rückwärtigen Verlaengerung der seitlichen Ränder dieser Einkerbung verlaufen zwischen den Rostralhaaren 2 Cuticularlinien. In der Aufsicht scheinen diese Linien hinter den Rostralhaaren in Richtung auf die äußeren Tectopedialränder zu divergieren. Lateral dieser Linie werden parallelverlaufende Linien durch Integumentfalten des rostralen Prodorsum vorgetäuscht.

Die Apikalloben sind zu einer winzigen spitzen Ecke zurückgebildet, so daß sie von den stumpfkegelförmigen Rostralzähnen um mehr als das Doppelte ihrer Länge überragt werden. Durch die abweichende Gestalt des Apikallobus ist die Rostralincisur sehr kurz und kaum länger als breit. Am Grunde wird sie von einer leichten Auffaltung des Rostrum überdacht. In Seitenansicht erscheint das rostrale Prodorsum vor den Tectopedialfeldern sattelartig eingedrückt.

Der innere Tectopedialrand ist eine dünne feingewellte Linie. Die Lateralfelder sind zurückgebildet. Die Lamellarknospe ist kurz und geschlossen. Vor den kurzen und breiten, weit auseinanderstehenden interbothridialen Kämmen jederseits ein großer Cuticularknoten.

Der Sensillus setzt sich aus einem kräftigen, distad stärker werdenden Stiel und einer halb so langen kurzen lanzettlichen Keule zusammen. Das Prodorsum ist einschliesslich der Tectopedialfelder und median bis an die Rostralhaare fein granuliert. Eine Netzzeichnung fehlt ganz.

Notogaster: Vorderrand des Notogaster im Bereich der interbothridialen Kämme kaum wulstartig verdickt. Von den 10 Borstenpaaren sind die Borsten ta medio-caudad gebogen, die Borsten ti, ms und r2 aber s-förmig caudad gekrümmt.

Holotypus: Der Holotypus (Kat.-Nr. 312/bM/859/1) und 1 Paratypus (Kat.-Nr. 312/bM/859/2) befinden sich in Alkohol konserviert im Zoologischen Museum der Humboldt-Universität zu Berlin.

Fundort: Österreich, Wien, Leopoldsberg, 25. VIII. 1960, Förna und Mull eines südexponierten Hanges (Forsslund leg. Prob.-Nr. 859).

Notes

Published as part of Moritz, M., 1970, Revision von Suctobelba trigona (Michael, 1888), pp. 135-166 in Mitteilungen aus dem Museum für Naturkunde in Berlin 46 on page 138

Files

Files (3.2 kB)

Name Size Download all
md5:2cf4584cb071f8254627265278e46349
3.2 kB Download

System files (12.9 kB)

Name Size Download all
md5:2a0382d0c02dae8c13db4d2d28f1a9fe
12.9 kB Download

Linked records

Additional details

Biodiversity

Collection code
ZMB
Material sample ID
312 / bM / 859 / 1
Event date
1960-08-25
Verbatim event date
1960-08-25
Kingdom
Animalia
Phylum
Arthropoda
Order
Sarcoptiformes
Family
Suctobelbidae
Genus
Suctobelba
Species
discrepans
Taxon rank
species
Type status
Holotypus
Taxonomic concept label
Suctobelba discrepans Moritz, 1970