Lössboden - verweht, verlagert, vergleyt und (fast) der perfekte Waldboden
Description
Lössstandorte sind überwiegend in der letzten Eiszeit durch mit dem Wind angewehte Schluff- und Feinsandablagerungen entstanden, daher ist das Bodengefüge für die Speicherung von Bodenwasser optimal. Als Bodentypen haben sich vor allem Parabraunerden, Pseudogleye und Braunerden entwickelt. Die Streuzersetzung ist meist günstig, auf zwei Drittel der Lösslehmstandorte finden sich die Humusformen Mull oder mullartiger Moder. Je nach Zusammensetzung des angewehten Materials unterscheidet sich das Nährstoffpotenzial der Lösslehme. Die Ergebnisse der BZE II weisen in Hessen und Sachsen-Anhalt für die Mehrzahl der Lösslehmstandorte die Trophiestufen eutroph und gut mesotroph aus, in Niedersachsen überwiegt die Einstufung mesotroph. Auch in der mittleren Basensättigung bestehen Unterschiede: In Sachsen-Anhalt beträgt sie 60 %, in Hessen rund 50 % und in Niedersachsen 30 %. In der Regel zeigt sich auf Lösslehmstandorten ein hervorragendes Baumwachstum.
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