Published December 18, 2009 | Version v1
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Persicaria polystachya H. GROSS

Description

Persicaria polystachya (WALL. ex MEISN.) H. GROSS non OPIZ

Oberösterreich: Salzkammergut, Lauffen, Hochstaudenflur am linken Traunufer 10 m N der Brücke und 500 m N vom Ortszentrum Lauffen, ca. 490 m, 8347/2, 09.08.200 7, obs. FE.

Salzburg: Flachgau, Neumarkt am Wallersee, NSG/ESG Wallersee-Wenger Moor, truppweise im Ufergehölz am Wallerbach W Maierhof, ca. 510 m, 8045/3, obs. G. Nowotny, 2007 & 27.08.200 8, leg./det. OS, Herbarium OS/LI.

Vorarlberg: Stadtbereich von Bregenz, Klostergasse, Böschung, ca. 410 m, 8424/3, 22.10.200 8, leg./det. PP, Herbarium PP.

Neu für Vorarlberg. Persicaria polystachya stammt ursprünglich aus dem Himalaja und wurde in Österreich erstmals im Jahr 1918 verwildert nachgewiesen (NEUMAYER 1930). Seither wurden nur wenige zusätzliche Angaben publiziert, weshalb diese Art noch immer zu den Seltenheiten der Neophytenflora Österreichs zählt. Um die rezente Verbreitung in Österreich zu veranschaulichen, wird hier erstmals eine Kartendarstellung angeführt (Abb. 8). Neben den obigen Funden sind folgende Daten darin enthalten: RECHINGER (1923: 8447 /2, 8348/4), NEUMAYER (1930: 8147 /3, 8047/3 oder 8147/1, 8347/2), MELZER (1969: 8347 /2, 8347/4, 9147/3), BRANDES (1989: 8247/4), HARTL et al. (1992: 9147 /3, 9349/3, 9351/4), POLATSCHEK (2000: 8636 /1 oder 8636/3), ESSL (2004: 8148/4), SCHRÖCK et al. (2004: 8246 /4), STÖHR et al. (2007: 8247 /4, 8447/2). Ausserdem wurden folgende im Herbarium GZU liegenden Aufsammlung berücksichtigt (vgl. "Virtual Herbaria": http://herbarium.univie.ac.at/database): Umgebung von Ferlach (9451/4) und Traunauen bei Ebelsberg (7751/4). Auch ein Nachweis der Florenkartierung für 8448/1, der im provisorischen Verbreitungsatlas für Oberösterreich (KRAML 2007) aufscheint, wurde integriert.

Während v.a. im oberösterreichischen Teil des Salzkammergutes schon mehrere und teils grosse Vorkommen dieses Neophyten gesichtet wurden, markiert der Fund aus Bregenz den ersten für Vorarlberg und jener von Neumarkt den zweiten Rezentnachweis für das Bundesland Salzburg (vgl. SCHRÖCK et al. 2004). An letztgenanntem Fundort wurden neben einem grösseren, bereits G. NOWOTNY (mündl. Mitt.) bekannten Trupp an drei Stellen auch einige Einzelpflanzen im Bereich des Wallerbach-Ufergehölzes beobachtet, die ursprünglich auf eine Verschleppung mit Gartenauswurf zurückgehen dürften. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Art hier weiter verhält und ob sie sich ähnlich wie Fallopia spec. auch durch Sprossstücke entlang von Fliessgewässern ausbreiten kann. Der Bestand am Wallerbach wird jedenfalls künftig durch die seit zwei Jahren installierte Schutzgebietsbetreuung im Auge behalten; im Falle einer Ausbreitung sollte aufgrund der Lage innerhalb eines Natur- und Europaschutzgebietes überlegt werden – analog zur 2008 bereits begonnenen Springkraut-Bekämpfung im Wenger Moor (vgl. STÖHR 2008b) – auch hier noch rechtzeitig Eindämmungsmassnahmen durchzuführen.

Da uns aus der Steiermark nur die historischen Nachweise von RECHINGER (1923) und NEUMAYER (1930) bekannt sind, sollte – sofern nicht rezente unpublizierte Daten vorliegen – Persicaria polystachya für dieses Bundesland als verschollen geführt werden und die entsprechende Änderung bei der nächsten Auflage des österreichischen Exkursionsflora durchgeführt werden. In der Steiermark-Flora von MAURER (1996) wird diese Art überhaupt nicht erwähnt.

Notes

Published as part of Stöhr, O., Pilsl, P., Essl, F., Wittmann, H. & Hohla, M., 2009, Beiträge zur Flora von Österreich, III, pp. 1677-1755 in Linzer biologische Beiträge 41 (2) on pages 1726-1727, DOI: 10.5281/zenodo.5279728

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Linked records

Additional details

Biodiversity

Collection code
G
Family
Polygonaceae
Genus
Persicaria
Kingdom
Plantae
Order
Caryophyllales
Phylum
Tracheophyta
Scientific name authorship
H. GROSS
Species
polystachya
Taxon rank
species

References

  • NEUMAYER H. (1930): Floristisches aus Osterreich und einiger angrenzender Gebiete I. - Verh. Zool. - Bot. Ges. Osterreich 79: 336 - 411.
  • RECHINGER K. (1923): Beitrage zur Flora von Obersteiermark. III. - Osterr. Bot. Z. 72: 347 - 349.
  • MELZER H. (1969): Beitrage zur Flora von Karnten. - Verh. zool. - bot. Ges. Wien 108 / 109: 127 - 137.
  • HARTL H., KNIELY G., LEUTE G. H., NIKFLELD H. & M. PERKO (1992): Verbreitungsatlas der Farn- und Blutenpflanzen Karntens. - Naturwissenschaftlicher Verein fur Karnten, Klagenfurt.
  • POLATSCHEK A. (2000): Flora von Nordtirol, Osttirol und Vorarlberg, Bd. 3. - Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck.
  • SCHROCK C., STOHR O., GEWOLF S., EICHBERGER C., NOWOTNY C., MAYR A. & P. PILSL (2004): Beitrage zur Adventivflora von Salzburg I. - Sauteria 13: 221 - 338.
  • STOHR O., PILSL P., ESSL F., HOHLA M. & C. SCHROCK (2007): Beitrage zur Flora von Osterreich, II. - Linzer biol. Beitr. 39 / 1: 155 - 292.
  • KRAML A. (2007): Verbreitungsatlas der Farn- und Blutenpflanzen Oberosterreichs. - Unveroff. Polykopie, Kremsmunster.
  • STOHR O. (2008 b): Ausgewahlte Aktivitaten der Schutzgebietsbetreuung im Sommerhalbjahr 2008. - NaturLand Salzburg 15 / 4: 5 - 8.
  • MAURER W. (1996): Flora der Steiermark. Band 1: Farnpflanzen (Pteridophyten) und freikronblattrige Blutenpflanzen (Apetale und Dialypetale). - IHW, Eching.