Published December 17, 2018 | Version v1
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Stenus montithronus Puthz 2018, nov.sp.

Authors/Creators

Description

Stenus montithronus nov.sp. (Abb. 89, 144)

M a t e r i a l: Holotypus (♂) und 5♂♂, 4♀♀ - Paratypen: CHINA: Sichuan: NE slope Gongga Shan, 29 o 53’23’’N, 102 o 01’31’’E. 3886m, sift 13, V. Grebennikov. Paratypen: 1♂, 1♀: ibidem, 29 o 50’50’’N, 102 o 02’28’’E, 2170m, sift 14, 9.VI. 2011, Grebennikov; 2♂♂, 3♀♀: ibidem, 29 o 52’10’’N, 102 o 02’01’’E, 3620m, sift 16, 12.VI. 2011, idem; 2♂♂, 3♀♀: ibidem, 29 o 50’50’’N, 102 o 02’28’’E, 3170m, 18.VI.2011, idem; 1♂, 1♀: ibidem, 21.VI.2011, idem.- HT und PTT in der CNC, PTT auch in der SHNU und in cP.

B e s c h r e i b u n g: Apter, schwarz, schwach, leicht fettig glänzend; Vorderkörper grob und dicht, Abdomen fein und ziemlich weitläufig punktiert; Beborstung kurz, anliegend. Paraglossen oval. Kiefertaster, Fühlerbasis und Beine gelblich bis hellbraun, Fühlerkeule und Schenkelspitzen (kurz) gebräunt. Clypeus schwarz, Oberlippe schwarzbraun, schmal heller gesäumt, ziemlich dicht, lang beborstet. Abdomen mit deutlichen Paratergiten, 4. Tarsenglied kurz gelappt.

Länge: 1,9-2,1mm (Vorderkörperlänge: 1,0- 1,1mm).

PM des HT: HW: 22,5; DE: 12; PW: 19; PL: 17; EW: 22,5; EL: 17; SL: 14.

Männchen: Mittel- und Hinterschienen mit deutlichem Apikaldorn. Metasternum flach eingedrückt, grob und sehr dicht auf fast glattem Grund punktiert und beborstet, Vordersternite einfach, 7. Sternit in der hinteren Mitte etwas abgeflacht und daselbst dichter als an den Seiten punktiert und beborstet. 8. Sternit mit sehr flacher Ausrandung etwa im hinteren Dreizehntel. 9. Sternit apikolateral mit kleinem, spitzem Zahn. 10. Tergit am Hinterrand breit abgerundet. Aedoeagus (Abb. 144), Apikalpartie des Medianlobus konisch in eine breit abgerundete Spitze verengt; im Innern werden grosse, unverbundene Ausstülphaken sowie ein stark sklerotisierter Innensack deutlich; Parameren deutlich kürzer als der Medianlobus, an ihren Spitzen mit etwa 8 Borsten.

Weibchen: 8. Sternit am Hinterrand breit abgerundet. Valvifer apikolateral spitz. 10. Tergit wie beim Männchen. Die Spermatheka besteht aus einem geknäuelten, dünnschläuchigen Spermathekengang und einem grossen, viel breiteren Endschlauch; ein deutlich sklerotisiertes, abgesetztes Infundibulum habe ich nicht feststellen können.

Kopf so breit wie die Elytren, Stirn ziemlich breit, Mittelteil etwas breiter als jedes der Seitenteile, kräftig erhoben, deutlich das Niveau der Augeninnenränder überragend; Punktierung ziemlich grob, seitlich dicht, auf dem Mittelteil etwas weitläufiger, mittlerer Punktdurchmesser so gross wie der mittlere Querschnitt des 3. Fühlergliedes, Punktzwischenräume seitlich etwas kleiner als die Punktradien, am Mittelteil grösser als die Punkte. Fühler kurz, zurückgelegt bis ins hintere Pronotumdrittel reichend, vorletzte Glieder etwa so lang wie breit. Pronotum etwas breiter als lang, seitlich stark gewölbt, in der Hinterhälfte mässig konkav; keine Eindrücke; Punktierung grob und ziemlich gleichmässig dicht, mittlerer Punktdurchmesser etwas grösser als der grösste Querschnitt des 3. Fühlergliedes, Punktabstände meist wenig kleiner als die Punktradien, wiederholt aber auch grösser. Elytren deutlich breiter als lang, schwach trapezoid, Schultern abgerundet, Seiten schwach erweitert, hinten wenig eingezogen, Hinterrand breit und flach ausgerandet; Nahteindruck breit, deutlich, Schultereindruck fehlend; Punktierung gut so grob wie am Pronotum, aber etwas weniger dicht, auf der Scheibe sind die Punktzwischenräume oft so gross wie die Punkte. Abdomen mit deutlichen, etwa in der Sagittalen liegenden Paratergiten, diejenigen des 4. Tergits so breit wie das 2. Fühlerglied, mit einer Reihe weniger, wenig dicht gestellter Punkte; basale Querfurchen der vorderen Tergite tief, 7. Tergit ohne apikalen Hautsaum; Punktierung von vorn bis hinten etwa gleich fein und weitläufig, mittlerer Punktdurchmesser etwa so gross wie Facetten am Innenrand der Augen, ihre Abstände deutlich grösser als die Punkte, bis doppelt so gross (7. Tergit: Abb. 89). An den Beinen sind die Hintertarsen zwei Drittel schienenlang, ihr 1. Glied ist kaum länger als die beiden folgenden Glieder zusammengenommen und auch als das Klauenglied, 4. Glied deutlich, kurz gelappt. Die gesamte Oberseite ist sehr flach genetzt.

D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e: Diese neue Art gehört zu den apteren Montanendemiten (vgl. Puthz 2012: 86); in meiner Tabelle (l. c.) würde man zu Leitziffer 94 kommen. Von S. montanicolus PUTHZ unterscheidet sich die neue Art sofort durch ihre weitläufigere Punktierung, von S. montifactus PUTHZ vor allem auch durch ihre viel feinere Abdominalpunktierung, von beiden durch die Sexualcharaktere.

E t y m o l o g i e: Der Name dieser neuen Art bezieht sich auf die grosse Höhe, in der sie lebt (Lat. montithronus = auf dem Berg thronend).

Notes

Published as part of Puthz, Volker, 2018, Neue Stenus- Arten aus China (1) (Coleoptera, Staphylinidae) 359. Beitrag zur Kenntnis der Steninen, pp. 1329-1401 in Linzer biologische Beiträge 50 (2) on pages 1330-1332, DOI: 10.5281/zenodo.5275141

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Linked records

Additional details

Biodiversity

Collection code
HT, PTT, CNC, SHNU
Event date
2011-06-18 , 2011-06-21 , 2014-06-09 , 2016-06-12
Verbatim event date
2011-06-18 , 2011-06-21 , 2014-06-09 , 2016-06-12
Scientific name authorship
Puthz
Kingdom
Animalia
Phylum
Arthropoda
Order
Coleoptera
Family
Staphylinidae
Genus
Stenus
Species
montithronus
Taxon rank
species
Taxonomic status
sp. nov.
Type status
holotype , paratype
Taxonomic concept label
Stenus montithronus Puthz, 2018

References

  • PUTHZ V. (2012): Revision der Stenus - Arten Chinas (2) (Staphylinidae, Coleoptera) Beitrage zur Kenntnis der Steninen CCCXV. - Philippia 15: 85 - 123.