Making it Last: Factors for the Long-Term Availability of Data Literacy Resources
Description
Im vergangenen Jahrzehnt hat die Entwicklung nachhaltiger und offener Forschungsdateninfrastrukturen in der deutschen (z. B. NFDI) und internationalen (z. B. EOSC) Wissenschaftslandschaft an Bedeutung gewonnen. Die seit 2023 in Deutschland vom BMFTR geförderten Datenkompetenzzentren (DK) zielen darauf ab, Services und Bildungsangebote zur Analyse, Interpretation und Veröffentlichung von Forschungsdaten auszubauen. Die Posterpräsentation erläutert, wie im Berlin-Brandenburgischen DK QUADRIGA Forschungsdaten und andere Forschungsergebnisse, die im Rahmen der Entwicklung von Bildungsangeboten entstehen, nachhaltig gesichert und zugänglich gemacht werden, und benennt die Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten.
Das DK QUADRIGA vereint die vier Disziplinen Digital Humanities (DH), Verwaltungswissenschaft, Informatik und Informationswissenschaft entlang der Datentypen Text, Tabelle und Bewegtes Bild am Wissenschaftsstandort Berlin-Brandenburg. Die in diesem Kontext anhand von Fallstudien entwickelten Open Educational Resources (OER) richten sich an Studierende, Forschende und Lehrende, mit besonderem Schwerpunkt auf dem wissenschaftlichen Nachwuchs.
Um die Nachhaltigkeit dieser Projektergebnisse zu gewährleisten, müssen organisatorische, fachliche und technische Faktoren berücksichtigt werden. Diese umfassen die Veröffentlichung von Ergebnissen, ihre Integration in bestehende institutionelle Rahmen ebenso wie in Fachgesellschaften und Lehrkontexte, die Dokumentation von Arbeitsabläufen und Infrastrukturen, sowie die Identifikation von Aufgaben und Zuständigkeiten der beteiligten Strukturen auch nach Förderende. Das im Poster vorzustellende Konzept, evaluiert von einer Arbeitsgruppe aus Vertretern der QUADRIGA-Verbundpartner, sieht vor, dass die Zielgruppe über die Projektwebsite, Cloud-Instanzen oder archivierte Versionen in institutionellen Datenrepositorien auf OER zugreifen kann. Aus dieser Perspektive ist die Verfügbarkeit von OER und begleitenden Daten sowie deren Integration in Bildungs- oder Forschungsumgebungen der sichtbarste Aspekt der Nachhaltigkeit. Dies wird durch die Einbettung von Projektergebnissen in die etablierten Strukturen der beteiligten Einrichtungen, wie FDM- und IT-Serviceeinrichtungen, verfolgt. Dadurch wird eine kontinuierliche Verfügbarkeit der Ressourcen sowie die Einhaltung von Qualitätsstandards gewährleistet. Zu den Strukturen zählten auch die Multiplikation der Projektergebnisse u.a. durch universitäre Fakultäten/Fachbereiche, DH-Zentren, Datenzentren, interdisziplinäre Zentren für Digital Sciences, Graduiertenschulen und andere infrastrukturelle Partner. Sie integrieren die Projektergebnisse in ihre Portfolios. Angestrebt wird dies durch curriculare Integration, Trainingsprogramme sowie die Einbeziehung von Ressourcen in Forschungsprojekte oder OER-Kataloge. Besonderer Wert wird auf die Festlegung klarer Verantwortlichkeiten unter den beteiligten Akteuren gelegt. Das Poster skizziert Szenarien für einen nachhaltigen Zugang zu Bildungsangeboten im Umgang mit datengetriebener Forschung in den jeweiligen Disziplinen.
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