Published January 29, 2026 | Version v2
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CDRterra Policy Brief "Warum die Klimapolitik klar zwischen Emissionsminderung und CO2-Entnahme unterscheiden muss"

  • 1. ROR icon Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 2. ROR icon Stiftung Wissenschaft und Politik, German Institute for International and Security Affairs
  • 3. EDMO icon Potsdam Institute for Climate Impact Research
  • 4. EDMO icon Helmholtz Centre for Environmental Research GmbH - UFZ
  • 1. ROR icon Ludwig-Maximilians-Universität München

Description

Das deutsche Klimasschutzgesetz (KSG) hat eine klare Botschaft: Bis zum Jahr 2045 will die Bundesrepublik treibhausgasneutral sein. Um dieses Ziel zu erreichen, muss unser Land zwei Lösungsstrategien gleichzeitig umsetzen. Zum einen ist eine möglichst schnelle Reduktion und Beendigung vermeidbarer Treibhausgas-Emissionen erforderlich, um die Gesamtmenge der freigesetzten Treibhausgase deutlich zu reduzieren. Zum anderen werden wir der Atmosphäre im großen Umfang klimaschädliches CO2 entnehmen müssen, um schwer vermeidbare Emissionen etwa in der Landwirtschaft oder im Verkehr auszugleichen (CO2-Entnahme).

Beide Strategien in erforderlichen Maße umzusetzen, wird nur gelingen, wenn die Politik separate Ziele setzt. Sie muss festlegen, wie viele Emissionen Deutschland künftig vermeiden soll und in welcher Menge CO2 der Atmosphäre entnommen werden muss, um Restemissionen auszugleichen. Warum es dabei außerdem wichtig ist, die verschiedenen möglichen CO2-Entnahmemethoden einzeln zu betrachten und methodenspezifische Entnahmeziele festzulegen, erläutern wir im Folgenden.

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CDRterra_PB_Getrennte-Ziele_10_300126_ES-online_150dpi.pdf

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