Von der Einzelkompetenz zur Systemwirkung: Diagnostische Kompetenzen und ihre Rolle in der Personal-, Unterrichts- und Organisationsentwicklung - Eine LemaS-Perspektive
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Wie kann es gelingen, Schulen in einer Zeit gesellschaftlicher Wandlungsprozesse zu Orten der Poten-
zialentwicklung und Innovation zu begleiten? Welche Rolle spielen dabei die diagnostischen Kompeten-
zen von Lehrkräften – und wie lassen sich diese gezielt stärken? Dieser Beitrag übernimmt die Qualifizierung
in pädagogischer Diagnostik als Schlüssel für nachhaltige Personal-, Unterrichts- und Organisationsent-
wicklung in den Blick. Am Beispiel des Qualifizierungsbausteins „Potenzialdiagnostik: pädagogische Dia-
gnostik“ der deutschlandweiten Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“ (LemaS) wird explorativ
untersucht, welche Perspektiven, Verständnisse und Implikationen für den Dreiklang Personal- Unter-
richts und Organisationsentwicklung sich in den Aussagen von teilnehmenden Lehrkräften (N = 6) breiter-
spiegeln. Die Befunde der Fallstudie zeigen: Pädagogische Diagnostik wird von den Lehrkräften als zentral
für Potenzialentwicklung bzw. Begabungsförderung und Unterrichtsqualität erkannt (Personal- und Un-
Terrichtsebene), stößt jedoch auf wahrgenommene strukturelle Grenzen bei der schulweiten Umsetzung
tierung (Organisationsebene), insbesondere in Bezug auf Zeit und strukturellem Teamaustausch.
Vor diesem Hintergrund formulierte der Beitrag Impulse für die Verzahnung von Personal-, Unterrichts- und
Organisationsentwicklung und skizziert, wie eine Qualifizierung von Lehrkräften und ihren diagnostischen
Kompetenzen die nachhaltige Weiterentwicklung von Bildungseinrichtungen – mit einem Fokus auf die
pädagogische Diagnostik und individuelle Förderung von Lernpotenzialen und Lernprozessen von Schü-
ler:innen – unterstützen kann.
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