Was Anti-Gender-Politik mit Betroffenen macht und wie wir uns dagegen wehren können (Der Lila Podcast Series)
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Description
In this podcast episode of “Der Lila Podcast”, Stefanie Boulila, head of the case study Germany in the RESIST project, talks with host Katrin Rönicke about the term anti-gender politics, the experiences of those affected by them in Germany as well as their resistance.
Abstract (German)
Was Anti-Gender-Politik mit Betroffenen macht und wie wir uns dagegen wehren können
Wie wirkt sich der zunehmend zugespitzte öffentliche Diskurs zu feministischen und LGBTIQ+-Themen im Alltag auf die Einzelnen und die Communities aus? Das untersucht die RESIST-Studie der Hochschule Luzern. Wir sprechen mit der Leiterin Stefanie Boulila.
Reaktionär und nationalistisch
Stefanie Boulila erklärt, dass Anti-Gender-Politik eine reaktionäre Ablehnung gegenüber modernen Geschlechterverhältnissen darstellt. In vielen Ländern, darunter auch Deutschland, wird diese Ablehnung durch eine wachsende Anzahl nationalistischer Akteure und politischer Gruppierungen vorangetrieben. Das betrifft nicht nur rechte Strömungen, sondern auch innerhalb der Linken gibt es Akteur*innen, die queer-feministische Anliegen als irrelevant abtun.
Die Hochschule Luzern hat vor kurzem eine umfassende Studie veröffentlicht, die sich mit den Auswirkungen dieser Politiken auf die LGBTQ+-Gemeinschaft befasst. Besonders die Ergebnisse aus Deutschland werden näher betrachtet, da hier eine verstärkte Verunsicherung und Anfeindung queer lebender Menschen festgestellt wurde.
Feindseligkeit und Unsicherheit
Im Verlauf des Gesprächs thematisiert Stefanie Boulila die verstärkte Feindseligkeit, die insbesondere Menschen, die trans sind, in den letzten Jahren erfahren haben. Diese Angriffe verstärken das Gefühl der Unsicherheit und treiben Betroffene ins private Umfeld zurück. Die Sichtbarkeit von queeren Personen hat zwar einerseits positive (Gesetzes-)Änderungen hervorgebracht, jedoch auch eine reaktionäre Abwehrhaltung zur Folge, die zu einer Kultur der Angst führt.
Bei der Recherche zur Studie wurden Stimmen von Betroffenen gesammelt, die sowohl sexuelle als auch ethnische Diskriminierung erleben und dabei oft in ihrer Identität und Anerkennung bedroht sind.
Was wir tun können und wie Feminist*innen es schaffen, Forderungen nach Sichtbarkeit und Anerkennung effektiver zu artikulieren und zu unterstützen – alles das besprechen wir in dieser Folge.
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