Published February 26, 2025 | Version v1
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Platinstandard-Annotation in der digitalen Literaturwissenschaft: Definition, Funktionen und diskursive Argumentvisualisierung als Best-Practice-Beispiel

Authors/Creators

  • 1. Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Deutschland
  • 1. Universität zu Köln
  • 2. Universität Passau
  • 3. Universität Bielefeld
  • 4. Digital Humanities im deutschsprachigen Raum

Description

Der Beitrag stellt das Konzept der Platinstandard-Annotation und die Methode ihrer Erstellung vor. Dem Konzept liegt die Idee zugrunde, dass bei der Annotation komplexer literarischer Phänomene mit hermeneutischem Fokus die Qualität der Annotationen anders gewährleistet werden muss als durch einstimmige, mehrheitliche oder durchschnittliche Entscheidung von Annotator:innen – es geht hier um reflektierte und gut begründete Annotation. Die Methode zur Erstellung wird anhand eines Best-Practice-Beispiels vorgestellt: Bei der Annotation unzuverlässigen Erzählens basieren die Annotationen in der Regel auf impliziten und unvollständigen inhaltsspezifizierenden Interpretationen der Texte. Im Projekt CAUTION werden diese Interpretationen und ihre argumentative Stützung mithilfe von Argumentbäumen explizit gemacht und unter den Annotator:innen diskutiert, um Argumentation und Interpretation zu verbessern. Das Ziel ist dabei keine Vereinheitlichung der Annotationen, sondern ihre diskursive Reflexion. Dies resultiert nicht nur in hermeneutisch adäquaten Annotationen, sondern ermöglicht auch interpretationstheoretische und methodische Erkenntnisse. Auf diese Weise können Platinstandard-Annotationen das Repertoire der digitalen Literaturwissenschaft erweitern.

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JACKE_Janina_Platinstandard_Annotation_in_der_digitalen_Lite.pdf

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Book: 10.5281/zenodo.14887460 (DOI)