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Heiner Stahl (2012): Geräuschemacher, in Rundfunk und Geschichte, Jahrbuch, 2012

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Description

Geräusche und Klänge können auch als akustische Markierungen gelesen werden. Das versucht zumindest der französische Historiker Alain Corbin. Er
versteht akustische Markierungen als Gegenstände, an denen das gesellschaftliche Zusammenleben verhandelt wird, sich dörfliche
Gemeinschaften bilden und zerrütten. Die Prägung des Alltags durch Kirchturmglocken sowie die Auseinandersetzungen um das konfessionelle und
weltliche Läuten beschäftigten den französischen Historiker. Sicherlich erscheint zunächst einmal die Bezeichnung „auditory marker“ ziemlich
griffig, weil eine Markierung immer auch eine bestimmte Grenzziehung mitvollzieht. Eine Senderkennung, oder ein Jingle, leistet eben genau das. 
Dabei geht es um eine kulturell kodierte Geräuschkulisse und um die Versuche, deren Auflösung zu verhindern oder zu beschleunigen. Mithin
betont diese Betrachtungsweise den Übergangscharakter, die Transition, in eine andere, anschließend entstehende Klangsphäre, die dann mit Moderne in
Verbindung gesetzt werden kann. 

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14.01.12 RuG Geräuschemacher Heiner Stahl.pdf

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