Report Open Access

Objekte des Strafvollzugs

Horat, Heinz

Der Artikel erläutert anhand mehrerer Objekte aus dem Historischen Museum Luzern die Geschichte des Strafvollzugs und der Gefängnisse in Luzern. Vier grob
geschmiedete, fast 3 kg schwere Halseisen aus dem 15. oder 16. Jahrhundert, die zum Teil an der Innenseite noch mit Stacheln besetzt sind, mussten wahrscheinlich von Personen getragen werden, die aufgrund geringerer Vergehen keine Körper-, sondern nur Ehrenstrafen erdulden mussten und am Pranger präsentiert wurden. Noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kannte Luzern die Prangerstrafe. Mehrere Ketten und «Ellstecken» erinnern ausserdem an die Kettenstrafe, die erst 1906 abgeschafft wurde. Bis dahin mussten Gefangene, die im Schellenwerk inhaftiert waren und im öffentlichen Raum arbeiteten, Ketten tragen. Die Zuchthaushäftlinge hingegen waren nur durch Sträflingskleidung erkennbar.

+ Sprache: ger + Reihe: Ins Licht gerückt
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