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Sektionskonzept Common Infrastructures zur Einrichtung einer Sektion im Verein Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) e.V.

Diepenbroek, Michael; Schimmler, Sonja; Ebert, Barbara

Die Sektion organisiert die Abstimmung der NFDI-Konsortien und weiterer Akteure zur Entwicklung von Infrastrukturen und Software-Komponenten. Die Sektion ist damit zentraler Ansprechpartner für den Aufbau möglicher Basisdienste.

Das hier vorgelegte Sektionskonzept spezifiziert Arbeitspakete zum Aufbau von gemeinschaftlich genutzten und vernetzten Informationsinfrastrukturen und benennt konkrete Elemente, die für die angestrebte Interoperabilität innerhalb der NFDI und darüber hinaus benötigt werden. Zudem wird vorgeschlagen, mit Blick auf die geplante Strukturevaluation Bedarfe und offene ToDos zur Sicherung und zum langfristigen Betrieb der in die NFDI eingebrachten Ressourcen und Dienste zu beleuchten (Stichwort Nachhaltigkeit).

Die NFDI-Konsortien bringen eine Vielzahl heterogener und verteilter Informationsinfrastrukturen mit, die nur bedingt vernetzt sind. Eine zentrale Anforderung an die Sektion ist es, Komponenten für eine gemeinsame Nutzung zu identifizieren und einen Vorschlag auszuarbeiten, wie diese fachlich-technisch aufgebaut und umgesetzt werden können. In der wissenschaftlichen Praxis kommt dem Thema Provenienz eine besondere Bedeutung zu, also der Nachvollziehbarkeit von Ursprung und Veränderungen wissenschaftlicher Daten und Software während des Forschungsprozesses. Die Sektion wird hier - in enger Rückkopplung u.a. mit der Sektion “Metadaten, Terminologien, Provenienz” - Anforderungen an die IT-gestützte Dokumentation von Daten bearbeiten und sich mit Langzeit-Verfügbarkeit und -Zugänglichkeit befassen. Hier bestehen in den wissenschaftlichen Domänen unterschiedliche Anforderungen und Voraussetzungen.

Ganz konkret wird die Sektion an der Realisierung einer multi-cloud-basierten Basis-Infrastruktur arbeiten, die bereits jetzt von mehreren Konsortien unterstützt wird. Die sog. “Research Data Commons” (RDC) soll einen einheitlichen Zugang zu Daten-, Software, und Compute-Ressourcen sowie einen souveränen Datenaustausch und kollaboratives Arbeiten ermöglichen. Mit dem RDC wird ein Paradigmenwechsel von Data zu Function Shipping eingeleitet. Konkrete Vorarbeiten sind vorhanden.

Ein weiteres Arbeitsziel ist es, Grundlagen für technische und organisatorische Strukturen zu schaffen, in denen die nachhaltige Bereitstellung gemeinsam genutzter Informationsinfrastrukturen auf Dauer erfolgen kann. In der Sektion wird Zusammenarbeit eingeübt und eine funktionierende Binnenorganisation geschaffen. So werden die fachlichen Inhalte durch Arbeitsgruppen erarbeitet, an denen Vertreter:innen der Konsortialinitiativen und weitere fachliche Partner mitwirken, die Know-how und Dienstleistungen einbringen. Eine partizipative Kultur und ein iteratives Arbeiten sollen dazu beitragen, Akteure der zweiten und dritten Kohorte der NFDI-Konsortien gut einzubinden wie auch auf Parallelentwicklungen außerhalb der NFDI angemessen einzugehen. Um die Strukturevaluation zu unterstützen, werden Ende 2023 zwei Grundsatzpapiere vorgelegt, die Aussagen zu Strukturen der Langzeitarchivierung und der Organisation von Daueraufgaben machen.

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