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Krisenfest durch dunkle Zeiten - Wie resilient sind deutsche Großstädte gegenüber Stromausfällen?

Knodt, Michèle; Knauf, Alice

Das System unserer kritischen Infrastrukturen wird komplexer und krisenanfälliger. Menschliches oder technisches Versagen, Naturkatastrophen, Pandemien, Cyber- oder Terrorangriffe können auch in Deutschland zu einem überregionalen Stromausfall führen, der länger als 24 Stunden anhält. Städte stehen dann als untere Katastrophenschutzbehörden vor der großen Herausforderung auf dieses Szenario zu reagieren und bis zu seiner Bewältigung möglichst gut durch die Krise zu kommen. An der Technischen Universität Darmstadt wurden im Rahmen von emergenCITY die Maßnahmen der lokalen Katastrophenschutzämter deutscher kreisfreier Großstädte auf das Szenario untersucht. Es zeigt sich, dass sich die meisten Katastrophenschutzämter mit dem Szenario auseinandersetzen. Dabei stehen interne Vorbereitungen im Bereich der Ressourcenausstattung im Vordergrund. Die Zusammenarbeit des Katastrophenschutzamtes beschränkt sich jedoch in vielen Städten auf einen einmaligen Austausch mit wenigen weiteren lokalen Akteuren. Um zukünftig gegenüber dem Szenario besser gewappnet zu sein, zeigen wir sechs Handlungsoptionen für häufig auftretende Problemfelder auf:

  1. Den Umgang mit dem Szenario üben 
  2. Auf eine angespannte Personalsituation einstellen
  3. Katastrophenschutzamt personell stärken
  4. Bevölkerung in ihrer Vielfalt wahrnehmen
  5. Katastrophenschutz als Querschnittsaufgabe stärken
  6. Kooperative Formate verstetigen und ausbauen

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