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Die Guillotine

Horat, Heinz

Als der französische Arzt Guillotin die nach ihm benannte Hinrichtungsmaschine entwickelte, hatte er im Sinn, damit die Ausführung der Todesstrafe zu mildern und zu «demokratisieren». Von einem deutschen Klavierbauer konstruiert, kam die Guillotine 1792 zum ersten Mal zum Einsatz. Entgegen den humanitären Absichten ihres Erfinders wurde sie im Verlauf der Französischen Revolution dann allerdings zur maschinellen Exekution Tausender verwendet. Auch die Stadt Luzern liess 1836 eine Guillotine bauen. Schon wenige Jahre später wurde sie jedoch nach Protesten gegen das «revolutionäre Mordinstrument» wieder abgeschafft und man kehrte vorübergehend zur Enthauptung durch das Schwert zurück. Die im Historischen Museum Luzern erhaltene Guillotine kam 1885 ursprünglich als Schaffhauser Leihgabe in die Stadt und war bis 1940 in verschiedenen Orten in Gebrauch, da sie leicht zu transportieren war. Beim Ab- und Aufbau half ein ebenfalls erhaltenes Instruktionsmodell im Massstab 1:5.

+ Sprache: ger + Reihe: Ins Licht gerückt
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