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Die Luzerner Stadtansicht von Martinus Martini 1597

Meier, Ruedi

Eine der berühmtesten Stadtansichten Luzerns stammt von einem (im doppelten Wortsinn) ausgewiesenen Schurken: Der Kupferstecher, Goldschmied und Stempelschneider Martinus Martini, 1565/66 im Kanton Graubünden geboren, geriet zeit seines Lebens immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Als er wegen Falschmünzerei aus Chur fliehen musste, kam er 1592 nach Luzern. Nachdem er schon kurz darauf unter dem Verdacht des Silberdiebstahls abermals fliehen musste, kehrte er 1593 zurück und schuf einige Jahre später seine berühmte Luzerner Stadtansicht, die im Gegensatz zu Franz Xaver Schumachers 200 Jahre jüngerem Plan ein realistischeres und lebendigeres Bild der Stadt zeichnete und als eine der besten schweizerischen Stadtveduten des 16. Jahrhunderts gilt. Doch auch diesmal war Martinis Aufenthalt nicht von langer Dauer: erneut wurde er mit seiner Frau der Stadt verwiesen. Nach weiteren Problemen in Freiburg emigrierte er schliesslich nach Norditalien, wo er 1610 starb.

+ Sprache: ger + Reihe: Ins Licht gerückt
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