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What can we learn from the (digital) Commons?: Ästhetische Praxen des Lernens und Verlernens

Sollfrank, Cornelia

Edukatorische Formate und Projekte im Kunstfeld gehören inzwischen – jedenfalls seit dem "educational turn" – zur alltäglichen Praxis. Kunstinstitutionen bieten Workshops an oder stellen Ressourcen bereit für vielfältige Formate: Colleges, Akademien, Free Schools. Damit stellen sie Lernsituationen her, in denen spekuliert, reflektiert, aktualisiert und produziert werden kann – unabhängig von verordneten Notwendigkeiten, entlang selbstbestimmter Dringlichkeiten. Als Teil kuratorischer Praxis ausführlich theoretisiert und problematisiert stehen diese Aktivitäten für einen "Shift vom Ausstellungmachen zur Produktion von Wissen" und haben die ehemals eher stiefmütterlich behandelten Fragen von Bildung als (Teil-)Aufgabe der Kunst dem Bereich der klassischen Vermittlung entrissen und mit der Symbolkraft neuer diskursiver Macht ausgestattet. Darauf reagierte die Kunstvermittlung mit einem eigenen Shift, einem "educational turn in education", der darin besteht, vermehrt radikale und kritische Bildungsansätze aufzugreifen und weiterzuentwickeln – in eine kritische Praxis der Vermittlung.

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