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Unterstützung Lehrender bei der OER-Produktion

Handle-Pfeiffer, Daniel; Winter, Christoph

Die erfolgreiche Verankerung offener Bildungsressourcen (OER) in der akademischen Lehrpraxis erfordert die Unterstützung der Lehrenden auf unterschiedlichen Ebenen. Dieser Vortrag identifiziert die wesentlichen Ansatzpunkte für solche Unterstützung und zeigt beispielhaft auf, wie sie implementiert werden kann.

Im Rahmen des Hochschulraumstrukturmittel-Projekts Open Education Austria (OEA) der Universität Wien, der Technischen Universität Graz, der Universität Graz und der Universität Innsbruck wurden Unterstützungsmaßnahmen für Lehrende im Arbeitspaket 1 definiert und seit Sommer 2016 an den Universitäten Wien und Innsbruck systematisch implementiert. Die Fragestellungen, mit denen die beratenden Dienstleistungseinrichtungen sich konfrontiert sehen, lassen sich in die drei Kategorien Urheberrecht/Lizenzierung, Medienproduktion und Mediendidaktik gruppieren. An der Universität Wien wird das zentrale Unterstützungsprogramm für OER durch das Team „Digitale Lehre“ am Center for Teaching and Learning (CTL) angeboten. An der Universität Innsbruck werden finanzielle Zuschüsse LehrveranstaltungsleiterInnen für die Anstellung von MitarbeiterInnen für die Materialproduktion zur Verfügung gestellt. Das Team „Digitale Medien und Lerntechnologien“ (DMLT) coacht die Beteiligten.

Urheberrechtliche und lizenztechnische Fragen stellen ein zentrales Anliegen vieler Lehrender dar, die sich zwar mit dem klassischen Zitatrecht auskennen, Lizenzmodelle wie Creative Commons aber dazu nur schwer ins Verhältnis setzen können. Maßnahmen sind hier neben Weiterbildungsangeboten eine Online-Liste mit häufig gestellten Fragen (FAQ) und Einzelfallberatungen, wobei auch auf juristische Expertise zurückgegriffen werden kann.

Mediendidaktische Beratung findet vorwiegend fallbasiert statt, wenn Lehrende digitale Medien gezielt einsetzen möchten, um beispielsweise Studierende besser auf Studieninhalte und –abläufe vorzubereiten.

Der handwerkliche Aspekt der Produktion unterschiedlichster Medienformate (Videos, Grafiken, Audio) bildet mit Abstand das am häufigsten nachgefragte Unterstützungsangebot. Es bindet die meisten Ressourcen, und häufig werden im Vor- und Nachgang auch urheberrechtliche und mediendidaktische Beratung nachgefragt. Es zeigte sich, dass die Vermittlung von „Hilfe zur Selbsthilfe“, die Qualifizierung und Motivation Lehrender zur selbstständigen Medienproduktion, sich schwierig gestaltet, was im Umkehrschluss ein qualitativ hochwertiges und effizienzoptimiertes Dienstleistungsangebot dauerhaft rechtfertigen kann.

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