Published November 1, 2014 | Version v1
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Europäische und zivilgesellschaftliche Hintergründe der euro(pa)skeptischen Partei Alternative für Deutschland (AfD)

  • 1. Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
  • 2. University of Bath, Social and Policy Sciences

Description

Die Gründung und rasche Mitgliederentwicklung der euro(pa)skeptischen
Alternative für Deutschland (AfD) im Jahr 2013 steht im Einklang mit Erfolgen
rechtspopulistischer Parteien in anderen EU Mitgliedsländern. Seit der Ablehnung
des Verfassungsvertrages bei Volksabstimmungen in Frankreich und der
Niederlande gilt der "permissive Konsens" bezüglich Kernfragen der Europäischen
Einigung auch im Kreise der EG-Gründungsmitglieder als bedroht. Gegner einer
fortschreitenden Vertiefung der Europäischen Integration, nicht zuletzt die
britischen Tories unter Premier David Cameron, rechnen sich vermehrt
Aussichten auf eine erfolgreiche Neuausrichtung der europäischen Politik aus.
Diese europäischen und die weiteren zivilgesellschaftlichen Hintergründe der
konservativ-neoliberal ausgerichteten Partei in Deutschland sind maßgebliche
Faktoren für die Erklärung des schnellen Aufstiegs und die Einordnung der
Alternative für Deutschland ins deutsche und europäische Parteienspektrum. Das
Papier untersucht in diesem Zusammenhang zum einen die Herausbildung der
europäischen politischen Partei Alliance of European Conservatives and
Reformists (AECR) auf der Basis der Prager Erklärung, die AECR Parteistiftung New
Directions und deren europäisches Partner-Netzwerk genauer. Zum anderen
werden die neoliberal-europakritischen Hintergründe der AfD anhand einer Reihe
von zivilgesellschaftlichen Organisationen, Think Tanks, Vorläuferparteien und
Initiativen dargestellt.

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