Seltene Erden & Co. in der digitalen Nachhaltigkeitsbildung Lernen mit und über den nachhaltigen Einsatz von Tablets in der Schule
Description
Ziel des Projekts war die Entwicklung und Implementation von Schülerbildungs- und Schülerexperimentierangeboten
zur Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung rund um das digitale Medium
Tabletcomputer. Die Bildungsangebote haben eine Ausrichtung an mediendidaktischen, chemischen
und physikalisch-technischen Themen mit Nachhaltigkeits- oder Umweltbezug. Die
Angebote wurden zunächst im Schülerlabor „iChemLab“ der Chemiedidaktik der PH in Weingarten
und im „Schülerlabor Chemie“ & „ARiSELAB“ an der Universität Konstanz entwickelt
und zusätzlich auch im Schülerlabor „FreiEx“ an der Universität Bremen implementiert. Die
Angebote richteten sich an die Jahrgangsstufen 7-13 der allgemein- und berufsbildenden
Schulen der Sekundarstufen I + II.
Alleinstellungsmerkmal dieses Angebots war die Instrumentalisierung eines digitalen Mediums
auf zweierlei Ebenen: zum einen bildet die Hardware der Tablets selbst den Lerngegenstand
und wird hinsichtlich einer nachhaltigen Nutzung und eines effektiven Recyclings des anfallenden
Elektroschrotts in das Zentrum des Lernens gestellt. Zum anderen wirken die Tablets
als Lernwerkzeuge bzw. Lernbegleiter, um neue mediendidaktische Zugänge bei der Behandlung
des Themas „Recycling von Tablets“ zur Förderung eines breiten Spektrums an Kompetenzen
zu entwickeln.
Hierzu wurde ein Angebot zu vier Themenfeldern für die Sekundarstufe I und ein Angebot für
die Sekundarstufe II entwickelt, die sich - ausgehend von der baulichen Konstruktion von Tablets
- mit den wichtigsten funktionellen Einheiten, der Identifikation der stofflichen Zusammensetzung
und den Möglichkeiten einer zeitgemäßen und effektiven Rückgewinnung werthaltiger
Fraktionen befassen. Die umwelt- und nachhaltigkeitsrelevanten Fragestellungen mit Bezug
zu Chemie und Technik sollten sich sowohl in ihrer experimentellen als auch digitalen Umsetzung
sinnvoll ergänzen, um umfangreiche Hintergrundinformationen zu vermitteln und gleichzeitig
sicherheitsrelevante Risiken zu vermeiden.
Die Angebote wurden nach der Strukturierung in Arbeitspakete aufgeteilt und den beiden Projektpartnern
zugewiesen. An beiden Standorten wurden diese schrittweise entwickelt. Danach
wurden sie beim jeweils anderen Kooperationspartner adaptiert. Die Entwicklung und Implementation
des Schülerbildungs- und Schülerexperimentierangebotes wurden im letzten halben
Jahr weiter vorangetrieben.
Der Fokus der Entwicklungen im Projektzeitraum lagen vor dem Hintergrund der pandemiebedingten
Einschränkungen von Präsenzveranstaltungen in Schulen und Universitäten auf dem
zweiten Schwerpunkt, der Entwicklung von digitalen Lehr-Lernumgebungen, die auch auf die
Distanz (im sogenannten Distance-Learning) eingesetzt werden können.
Für eine langfristige Perspektive wurden und werden die Bildungsangebote schließlich an beiden
Standorten implementiert, mit zusammen 30 Lerngruppen durchgeführt und über den Förderzeitraum
hinaus für mindestens weitere drei Jahre vorgehalten. Parallel zur Implementation
wurden die Bildungsangebote sukzessive auch in die Lehramtsausbildung für die Fächer Chemie
(zusätzlich Biologie und Physik an der Universität Konstanz) an den beiden Hochschulen
integriert und über Lehrerfortbildungen der beteiligten Chemielehrerfortbildungszentren verbreitet.
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DBU-Abschlussbericht-AZ-34467_01-Hauptbericht.pdf
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