Flächenmonitoring – die ewige Herausforderung?!
Authors/Creators
- 1. Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung Dresden (IÖR)
Description
Der Beitrag geht der Frage nach, welche Herausforderungen ein verlässliches räumliches hochauflösendes Flächen(nutzungs)monitoring stellt, welche Lösungsansätze existieren, vergleicht diese und zeigt am Ende auf, wie ein robustes Flächenmonitoring aussehen könnte.
Ausgangspunkt ist eine Übersicht, welche Handlungsfelder ein verlässliches Flächenmonitoring benötigen. Das betrifft nicht nur eine empirisch gut begründete nachhaltige Flächenpolitik, sondern auch die Wohnstandort-, Gewerbegebiets-, Verkehrs-, Infrastruktur- und Energieflächenplanung zur Sicherung der Daseinsvorsorge. Nachfolgend werden Probleme der Flächenerhebung beschrieben wie das Fehlen von Referenzdaten, Probleme, die sich aus einer sekundärstatistischen Erhebung ergeben sowie die Unterscheidung und Abgrenzung von Landnutzung und Landbedeckung. Herausforderungen für ein praxistaugliches Flächenmonitoring sind bestehende Aktualitätsanforderungen, Anforderungen an die räumliche Auflösung, an die thematische Differenzierung der Erhebungsklassen, Abgrenzungsprobleme zwischen den Klassen, methodische Erhebungsveränderungen im Zeitverlauf, Genauigkeit der Bestimmung von Änderungen und Trends und der Umgang mit neuen Fragen wie multifunktionale Flächennutzungen.
Im dritten Teil werden Datenanforderungen einer Nachhaltigkeitstransformation aufgelistet, so zur Unterstützung der Landwende (Brachflächen, Baulücken, Bodenversiegelung, multifunktionale Flächennutzungen, Kompensationsflächen), der Energiewende (Gebäudealter, Gebäudeklasse, Energieausweis) bzw. der Landwirtschaftswende (Ökolandbau, intensive/extensive Wiesenbewirtschaftung).
Im vierten Teil werden die methodischen Stärken und Schwächen einer flächenbasierten versus einer stichprobenbasierten Flächenerhebung gegenübergestellt, verglichen und bewertet. Dieses erfolgt einerseits an den flächenbasierten sekundärstatistischen Erhebungen in der amtlichen Flächenerhebung, die auf Katasterdatengrundlage beruht, dem Monitor der Siedlungs- und Freiraumentwicklung (IÖR-Monitor), die auf geotopographischen Datengrundlage beruht und anderseits auf der stichprobenbasierten Flächenerhebung der Schweizer Arealstatistik.
Der Beitrag schließt mit einer Darstellung von Ideen und laufenden Entwicklungen, die ein Flächenmonitoring deutlich verbessern könnten.
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Subjects
- earth and related environmental sciences
- http://data.europa.eu/8mn/euroscivoc/4a8788fc-4172-461c-ae94-40be4f39043f