Published February 7, 2023 | Version v1
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Welche Rolle spielen Zulassungsbedingungen zur Berufsmaturität für die Durchlässigkeit zwischen Berufs- und Hochschulbildung?

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Das Schweizer Bildungssystem ist in Niveaustufen gegliedert. In vielen Kantonen werden die Weichen für die spätere Bildungslaufbahn bereits mit 12 Jahren, spätestens jedoch beim Übertritt in die Sekundarstufe II mit 15 Jahren gestellt. Gegliederte Bildungssysteme verstärken soziale Ungleichheiten bezüglich Schulleistungen und Bildungsabschlüssen, da die Übergänge in die Sekundarstufe I und II durch die soziale Herkunft beeinflusst werden (Becker 2010; Kost 2018; van de Werfhorst und Mijs 2010). Selbst beim Hochschuleintritt spielt der soziale Hintergrund noch eine Rolle (Kriesi und Leemann 2020; Oesch 2017; Trede et al. 2020). Der Übertritt in die Sekundarstufe II ist besonders wichtig, da er sich stark auf die berufliche Laufbahn und die soziale Position im späteren Leben auswirkt (Oesch 2017). In der Schweiz schlagen knapp zwei Drittel der Jugendlichen eines Jahrgangs nach der Sekundarstufe I den berufsbildenden Weg ein (Babel et al. 2016). Ein Viertel der Berufslernenden ergänzt das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) mit einer Berufsmaturität (BM), entweder während der beruflichen Grundbildung (BM1) oder im Anschluss daran (BM2) (Trede et al. 2020).

 

Dans cet article, nous analysons comment les différences cantonales des conditions d’admission à la maturité professionnelle (MP) influencent la probabilité que les jeunes en formation professionnelle initiale commencent et terminent une MP et s’il existe des différences entre les groupes sociaux à cet égard. Les résultats montrent que les examens d’admission obligatoires, notamment, sont associés à une probabilité d’accès et d’achèvement plus faible et qu’ils sont particulièrement difficiles à surmonter pour les jeunes de statut social inférieur. Les réglementations cantonales d’accès à la MP influent donc sur la perméabilité entre la formation professionnelle initiale et le degré tertiaire. Elles jouent par conséquent également un rôle dans l’égalité des chances.

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Haenni_Kriesi_Neumann_2023.pdf

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