Stärkung von FDM‐Services im Verbund – Ergebnisse einer Bedarfserhebung
Authors/Creators
- 1. Charité – Universitätsmedizin Berlin
- 2. Humboldt-Universität zu Berlin
- 3. Technische Universität Berlin
- 4. Freie Universität Berlin
Description
Um Forschende bestmöglich im Forschungsdatenmanagement (FDM) zu unterstützen, sind zentrale Dienstleistungen und Werkzeuge unverzichtbar. Ein entscheidender Bestandteil bei der Entwicklung entsprechender Konzepte ist die kontinuierliche Einbeziehung der Forschenden sowie eine koordinierte Abstimmung im regionalen Verbund, z.B. durch eine systematische Bedarfsermittlung.
Zu diesem Zweck haben die vier in der Berlin University Alliance (BUA) zusammengeschlossenen Institutionen erstmalig gemeinsam für das Bundesland Berlin eine Online-Befragung zu FDM Desideraten unter 975 Forschenden mit abgestimmten generischen Fragen durchgeführt. Ziel war es Feedback zu vorhandenen Angeboten und gewünschten Services und Werkzeugen zu erhalten sowie Potentiale für gemeinsame Dienste im Rahmen des Verbundes zu ermitteln. Inhaltlich adressierte die Umfrage verschiedene Aspekte der Forschungs(daten)praxis, aber auch Anreizmechanismen und Unterstützungsformate.
Die Ergebnisse der Erhebung legen nahe, dass ein Bewusstsein für die Relevanz des Handlungsfelds FDM an den beteiligten Einrichtungen gegeben ist; die Mehrheit der Teilnehmenden hat sich bereits im Rahmen der eigenen Forschungspraxis mit einem nachhaltigen FDM auseinandergesetzt. Darüber hinaus unterstreichen die Ergebnisse den bereits vielfach formulierten Bedarf an Personalressourcen sowie umfassender zentraler IT-Infrastruktur. Im Bereich der Richtlinien erweisen sich fachspezifische Vorgaben und Empfehlungen als bekannter als die an den meisten Einrichtungen vorliegenden institutionellen Forschungsdaten-Policies. Im Hinblick auf technische Werkzeuge werden vor allem Tools für die Erstellung von Datenmanagementplänen, den Datenaustausch zwischen verschiedenen Institutionen und Systemen, die Datenorganisation, -anonymisierung und -bereinigung benötigt. Neben technischer Infrastruktur wird vor allem Best-Practice-Wissen als hilfreich für die Umsetzung von FDM im Forschungsalltag angesehen. Wichtige Anreize wären neben Personalressourcen eine größere Sichtbarkeit von Datenpublikationen.
Insgesamt verdeutlicht die verbundweite Bedarfserhebung zum FDM eine Vielzahl von übergreifenden Desideraten an Infrastruktur- und Serviceangeboten. Darüber hinaus wird die Erhöhung der Sichtbarkeit bereits bestehender FDM-Services an den Einrichtungen deutlich, um Forschende zukünftig bestmöglich zu unterstützen.
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References
- Ariza de Schellenberger, Angela, Bobrov, Evgeny, Helbig, Kerstin, Jäckel, Denise, Kuberek, Monika, Orozco Prado, Lea-Sophie, Schlagberger, Elisabeth Maria, Söring, Sibylle, & Steinke, Britta. (2022). Bestands- und Bedarfserhebung zum Forschungsdatenmanagement an den BUA-Einrichtungen (Version 1). Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.7060446
- Ariza de Schellenberger, Angela, Bobrov, Evgeny, Helbig, Kerstin, Jäckel, Denise, Kuberek, Monika, Orozco Prado, Lea-Sophie, Schlagberger, Elisabeth Maria, Söring, Sibylle, & Steinke, Britta. (2022). Datenmanagementplan "Concept Development for Collaborative Research Data Management Services" (Version 1). Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.7399810
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