Infrastrukturen der Solidarität gegen Racial Profiling
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Racial Profiling ist in vielen Städten weit verbreitet und offenbart, wer nicht als Bürger*in der Nation zählt. Die sog. Mehrheitsgesellschaft neigt dazu, Racial Profiling als eine unverzichtbare polizeiliche Maßnahme zur Aufrechterhaltung von «Ordnung» und «Sicherheit» zu betrachten. Entsprechend sind Solidaritätsinitiativen mit Menschen, die diese Form des institutionellen Rassismus erleben, eher selten. Nichtsdestotrotz ist in der Schweiz seit 2016 eine Bewegung gegen Racial Profiling entstanden, die People of Color vor der Polizei zu schützen versucht und rassifizierte Grenzziehungen in Frage stellt. In meinem Beitrag analysiere ich die Konvergenz verschiedener Solidaritätspraktiken dieser Bewegung und schlage hierfür das Konzept der «Infrastruktur der Solidarität» vor. Diese Infrastruktur wird gebildet durch eine vielfältige Gruppe von Akteuren, die verschiedene Formen von (Gegen-)Wissen und unterschiedliche politische, soziale und räumliche Aspekte mobilisieren: von der Beteiligung an direkten Aktionen innerhalb von Urban Citizenship-Kämpfen über künstlerische Interventionen und aktivistische Forschung bis hin zu hochprofessionellen strategischen Gerichtsverfahren; und von Solidarität als intime, freundschaftliche Fürsorgebeziehungen bis zu strategischeren politischen Beziehungen.
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- Book: 978-3-903046-26-9 (ISBN)