Published November 9, 2018 | Version v1
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Professionalisierung im Praxissemester: Veränderungen von Kompetenzerleben und Überzeugungen

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Description

Praxiserfahrungen tragen nicht nur zur Professionalisierung von angehenden Lehrpersonen bei, sondern werden von diesen als bedeutsam erachtet und sehr geschätzt. Unbestritten ist, dass Studierende im Rahmen von Praktika Kompetenzen erwerben – wie dies geschieht und welche Faktoren dazu beitragen, ist kontrovers. Stress- und ressourcentheoretische Zugänge fokussieren auf die subjektive Wahrnehmung der Relevanz der Anforderungen, des Kompetenzerlebens und der Intensität der Auseinandersetzung mit diesen, sowie auf die Bedeutung von individuellen Ressourcen, die zur Wahrnehmung, Deutung und Bearbeitung von Anforderungen beitragen. Die vorgestellte Studie setzt an diesem Punkt an und untersucht, wie sich über die Zeitspanne des Praxissemesters das subjektive Kompetenzerleben, die Relevanz der Anforderungen sowie die Intensität der Auseinandersetzung mit Berufsanforderungen verändern und inwiefern sich Veränderungen auch in den individuellen Ressourcen wie Überzeugungen und Orientierungen widerspiegeln.

Eine nach Kompetenzentwicklungsverläufen vorgenommene Typenbildung von angehenden Lehrpersonen zeigt sowohl differente Entwicklungsverläufe sowie auch tendenzielle Veränderungen in den individuellen Ressourcen. Insbesondere bei Studierenden, die sich durch ein absinkendes Kompetenzerleben von den anderen abheben, lassen sich Veränderungen in den Überzeugungen und motivationalen Orientierungen erkennen, welche die weitere Professionalisierung erschweren. Offen bleibt, inwiefern sich Kontextfaktoren sowie die Qualität der Begleitung auf das Kompetenzerleben auswirken.

Der Volltext des gesamten Sammelbands ist innerhalb des Netzwerks der PH Zürich hier zugänglich.

Notes

+repphzhbib2018A

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Keller-Schneider_2018_Professionalisierung im Praxissemester_Kompetenzerleben_1.pdf