Konfliktdisziplinierung: kognitive und normative Erwartungsstrukturen beim Mikrounternehmer
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Nicht der Klügere, wie im Volksmund, sondern der Schwächere gibt nach. Klüger ist er nur insofern, als er zur Kenntnis nimmt, dass er der Schwächere ist - und entsprechend handelt. Wie aber kann es gelingen, Konfliktpotentiale derart zu disziplinieren, und warum gelingt dies in einigen wenigen Fällen nicht? Es geht um die Bedingungen für Erwartungseinstellungen, durch welche die Entscheidungen für eine normative, leidenschaftliche und tendenziell gewaltbereite Ästhetik (nicht nachgeben), beziehungsweise für eine kognitive, lern- und änderungsbereite AnÄsthetik (nachgeben) des Konflikts gesteuert werden. Was Weber mit dem Topos der Einbindung in ein stahlhartes Gehäuse charakterisiert, was Elias als Zwang zum Selbstzwang beziehungsweise als Zwang zur Langsicht bezeichnet, ist das, was Luhmann die kognitive Erwartungsstruktur und Foucault die Disziplinen nennt. Am Beispiel des Kleinstunternehmers aus der Gewerbe-, Dienstleistungs- und Kleinhandelsbranche wird untersucht, ob mit der evolutionären Verlagerung des Primats vom normativen auf den kognitiven Erwartungsstil auch eine Dominanz der Disziplinen gegeben ist, inwiefern also Konfliktdisziplinierung desinstitutionalisierend wirkt und mithin Recht suspendiert ...
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