Screening von Mangelernährung und Interventionsmöglichkeiten – organisationale Voraussetzungen im Alters- und Pflegeheim
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Die Thematik der Mangelernährung ist in Schweizer Alters- und Pflegeheimen präsent. Die Erkennung und Behandlung des Ernährungszustandes ist jedoch aufgrund mangelnder Sensibilisierung und Schulung noch nicht im Alltag der Pflegenden verankert (Beat Leuenberger, 2009). Es ist bekannt, dass zum aktuellen Zeitpunkt noch wenige Alters- und Pflegeheime in der Schweiz ein Mangelernährungsscreening standardmässig durchführen. Ein Mangelernährungsscreening kann der Früherkennung zugeschrieben werden. Die Einrichtung von Früherkennungsstrukturen zieht gemäss Martin Hafen (2013, S. 96-98) eine Organisationsentwicklung und Veränderungen im Betrieb mit sich. Mit den Auswirkungen auf alle Beteiligte der Organisation muss gerechnet und umgegangen werden. Die Faktoren, die bei der Institutionalisierung des Mangelernährungsscreenings auf das Individuum und den Betrieb einfliessen, sind vielfältig und müssen sorgfältig ermittelt werden. Eine Mangelernährung im Alter hat diverse Ursachen. Die Folgen sind vielfältig und beeinflussen zu guter Letzt immer die Lebensqualität der Betroffenen. Es sind viele Instrumente zum Screening der Mangelernährung vorhanden. Sie basieren in der Regel auf einer Kombination aus der Erfassung des Body Mass Index‘, des ungewollten Gewichtsverlusts und dem Grad der Erkrankung. Der Konsens der Wissenschaftler lautet, dass das Mini Nutritional Assessment das geeignetste Instrument für ein Alters- und Pflegeheim darstellt. Es wird empfohlen nach dem Screening evidenzbasiert Interventionen einzuleiten. Ein Instrument für das Screening der Mangelernährung in einem Alters- und Pflegeheim kann erfolgreich Institutionalisiert werden, wenn es im Rahmen einer Organisationsentwicklung geplant und umgesetzt wird. Ein Screening mit dem Ziel bei Bedarf Interventionen einleiten zu können, trägt zur Lebensqualität der Bewohner, der Bewohnerinnen bei. Zusätzlich kann das Pflegepersonal durch bessere Verteilung der Ressourcen entlastet werden und die allgemeinen Gesundheitskosten können gesenkt werden.
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