Gegenstandsbegegnung: Erfahrung, Experimentieren und die zeitliche Stellung von Instruktion
Authors/Creators
Description
Der Beitrag entwickelt Gegenstandsbegegnung als Prozess, in dem Lernende etwas Wahrnehmbares oder Vorstellbares aufgreifen und ihre Auseinandersetzung damit autonom gestalten. Ausgangspunkt ist eine Unterrichtssituation aus der rettungsdienstlichen Ausbildung. Die begriffliche Herleitung verbindet den Gegenstandsbegriff mit dem pädagogischen Begegnungsbegriff und der Autonomiebestimmung der Selbstbestimmungstheorie. Anschlüsse an Erfahrungslernen, entdeckendes und problembasiertes Lernen sowie an Problemlösen vor Instruktion präzisieren die Reichweite. Als analytische Gestaltungsdimensionen werden der Zeitpunkt fachlicher Erklärung, die Vorstrukturierung der Bearbeitung und die Verfügung über Ressourcen unterschieden. Ein hypothetisches Lernarrangement zum Primary Assessment veranschaulicht ihre didaktische Bedeutung. Entscheidungsspielräume, tatsächliche Auseinandersetzung, subjektives Erleben und längerfristige Lernwirkung benötigen jeweils eigene Aussagen. Der Beitrag bietet eine theoretische Zusammenführung; eine empirische Überlegenheit bestimmter Unterrichtsfolgen wird daraus nicht abgeleitet.