Kultur wird gedeutet, nicht abgebildet.
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Generative KI bildet Kultur nicht ab, sie deutet sie, und der Mensch deutet das Gedeutete neu. Auf denselben Prompt reproduziert die KI die dominanten Deutungsmuster ihrer Trainingsdaten; kulturelle Bedeutung entsteht erst in der Aushandlung zwischen maschineller und menschlicher Deutung. Ausgehend von der Frage „Wer deutet hier?“ untersucht der Beitrag, welche Kompetenzen Lehrende in der DaF/DaZ-Landeskunde brauchen. Er erklärt die technische Entstehung von Bias und die Grenzen seiner Behebbarkeit, benennt mit dem Disclaimer-Bias eine aktuelle Form, bei der Modelle Vielfalt im Vorspann behaupten und die Norm im Detail liefern, und zeigt: KI verlangt teils neue Kompetenzen wie das Prompting als Textsorte, teils geschärfte bekannte wie Quellenkritik und interkulturelle Reflexion. Im Zentrum steht eine Rollenverschiebung vom Wissensvermittler zum Kurator kultureller Deutungen. Als theoretisches Fundament dienen die kulturwissenschaftliche Landeskunde Altmayers und Koreiks diskursives Verstehen; drei konkrete Unterrichtsbeispiele zeigen, wie sich KI-Kulturbilder kritisch bearbeiten lassen.
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Fachartikel_KI_Landeskunde_publikationsfassung_final.pdf
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Additional titles
- Subtitle (German)
- Generative KI und die neue Rolle der Lehrenden in der DaF/DaZ-Landeskunde
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- Other
- https://landeskunde.wordpress.com/