Kollaboration zwischen der Berufsmaturität und der Berufswelt
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Dieser Beitrag untersucht die Kollaboration zwischen unterschiedlichen Lernorten der Berufsbildung mit speziellem Fokus auf die Berufsmaturität BM unter drei Perspektiven: didaktische Implikationen, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten für Lehrpersonen und organisatorische Rahmenbedingungen. Neben Gründen und Modalitäten der Zusammenarbeit wird der Nutzen von Kooperationen für die Ausbildungsqualität diskutiert. Dabei stehen didaktische Prozesse, Brücken zwischen der BM und dem Arbeitskontext sowie die veränderte
Rolle der Lehrperson im Zentrum. Im Anschluss werden zwei konkrete Kollaborationsprojekte vorgestellt. Diese unterscheiden sich hinsichtlich der beteiligten Akteure und Formen der Zusammenarbeit. Die Beispiele zeigen, wie Unterricht von der Verknüpfung mit relevanten Arbeitskontexten profitiert und welche Kompetenzen Lehrpersonen benötigen. Zugleich werden organisatorische Voraussetzungen, mögliche Hürden und Aspekte für die Nachhaltigkeit von Kooperationen aufgezeigt.
Praxistransfer für Lehrpersonen
● Lehrpersonen können Berührungspunkte zwischen dem eigenen Fach und dem beruflichen Kontext der Klasse identifizieren, indem sie das Gespräch mit schulinternen oder externen Akteuren suchen.
● Der eigene berufliche Hintergrund ist eine reichhaltige Ressource und kann die Zusammenarbeit mit dem Berufsfeld der Lernenden erleichtern. Aber auch unabhängig von einem persönlichen Bezug können Lehrpersonen durch die Erkundung neuer Kontexte ihre Projekt- und Beziehungskompetenzen nutzen und ausbauen.
● Lehrpersonen können innerhalb der Schule verfügbare Ressourcen, mögliche Entlastungen, den formativen Nutzen und den notwendigen Abstimmungsgrad berücksichtigen, um die Nachhaltigkeit der Zusammenarbeit zu beurteilen.
● Durch die Schaffung wiederverwendbarer Ressourcen können gemeinsam mit externen Partnern Materialien oder Situationen ausgearbeitet werden, die anschliessend in verschiedener Form im Unterricht verwendet werden können.
● Es lohnt sich, Übertragbarkeit zu planen. Auch wenn im Rahmen eines Projekts ein nicht unmittelbar wiederholbarer Auftrag bearbeitet wird, können die erarbeiteten Instrumente (z. B. Raster zur Durchführung des Projekts, didaktische Werkzeuge, Überwachungstools) mit geringen Anpassungen für ähnliche Projekte wiederverwendet werden.
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