Published June 23, 2026 | Version v1

Das KV und die Berufsmaturität

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Description

Im folgenden Beitrag wird die Ausbildung zu Kaufleuten – oder umgangssprachlich das KV – als meistgewählte berufliche Grundbildung der Schweiz beleuchtet. Rund 40 Prozent aller KV-Lernenden absolvieren eine Berufsmaturität BM, was die BM-Ausrichtung Wirtschaft und Dienstleistungen, Typ Wirtschaft zur grössten BM-Ausrichtung macht (Trede et al., 2020). Lehrpersonen mit einem Lehrdiplom für Maturitätsschulen mit berufspädagogischer Qualifikation unterrichten an kaufmännischen Berufsfachschulen oftmals sowohl an der BM als auch in der Grundbildung. Für angehende Lehrpersonen auf Sekundarstufe II ist der kaufmännische Bereich also nicht zuletzt wegen seiner mengenmässigen Relevanz bedeutsam. Die vielseitige Berufslehre von Kaufleuten und die dazugehörigen Handlungskompetenzen werden im ersten Teil des Beitrags aufgezeigt. Im zweiten Teil wird der Frage nachgegangen, inwiefern das KV sowohl in der Grundbildung als auch in der BM einen Sonderstatus hat und was dies für Lehrpersonen bedeutet.

Praxistransfer für Lehrpersonen
● Der schulische Teil einer KV-Ausbildung wird sowohl im EFZ als auch an der BM stärker gewichtet als in den meisten anderen Berufen. Lehrbetriebe erwarten deshalb meist mittlere bis gute Leistungen aus der Sekundarschule und eine hohe Motivation für die Berufsschule (Kaufmännischer Verband, 2024). Somit kann man als Lehrperson in der Regel mit schulisch versierten bis engagierten Lernenden rechnen, welche sich auch aus ihrem beruflichen Alltag sitzende Denktätigkeiten gewohnt sind.
● In der kaufmännischen Grundbildung EFZ ist die gute Zusammenarbeit zwischen Lehrpersonen aus verschiedenen fachlichen Hintergründen von grosser Wichtigkeit, da in den HKBs oft verschiedene Fachrichtungen involviert sind. Dies bedingt einen intensiven Austausch unter Lehrpersonen und die Bereitschaft, über den eigenen fachlichen Tellerrand hinauszusehen.
● KV-Lernende mit BM1 haben keinen Berufskundeunterricht, bei dem sie handlungskompetenzorientiert unterrichtet werden. Trotzdem müssen sie am Ende ihrer Ausbildung ein handlungskompetenzorientiertes QV ablegen, um ihr EFZ zu erhalten. Insofern ist es gerade als BM1-Lehrperson von angehenden Kaufleuten sinnvoll, im eigenen Fachunterricht handlungskompetenzorientierte Elemente einzubauen.

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Meier_Das KV und die Berufsmaturität_2026.pdf

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