Published May 30, 2026 | Version Version 1.0

Randnotiz zu Johannes 1,48: "Woher kennst du mich?"

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Im ersten Kapitel des Evangeliums nach Johannes wird erzählt, wie Philippus Nathanael zu Jesus führt. Jesus begrüßt ihn mit Worten, die zeigen, dass er ihn kennt. Nathanael fragt ihn deshalb, woher er ihn kennt. Jesus gibt ihm daraufhin eine Antwort, die für uns wohl erst einmal unverständlich klingt, aber zu einem großen Bekenntnis führt:

»Natanaël sagte zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. Natanaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel!« (Joh 1,49)«

Die Szene ist eingebettet in ein großes Kapitel, das das Johannesevangelium eröffnet. Insofern könnten wir diese Szene auf den ersten Blick fast schon ein wenig unterschätzen. Doch wenn wir uns in sie vertiefen, entdecken wir, welche Größe sie auszeichnet, welche Rätsel sich in ihr verbergen und dass es auch um uns geht, weil es um Gott geht.

Die Erzählung mit Nathanael zeigt uns, dass wir ebenso Fragen stellen dürfen, aber auch mitkommen sollen und sehen müssen, um zu erkennen und zu bekennen. Wir können das umso besser tun, weil wir nie allein sind unter dem Feigenbaum. Wir sind schon immer gekannt und werden schon immer geliebt.

Gott gibt die Antwort auf unsere Fragen. Weil er die Antwort auf alle Fragen ist.

 

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ASIN: B0H3FR916M

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Available
2026-05-30
Erstveröffentlichung 30. Mai 2026 auf Amazon von Dalibor Truhlar