Der Roman meines Lebens. Ein Frauenleben um die Jahrhundertwende
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Hermione von Preuschen (1854–1918) war eine schillernde Künstlerin der Kaiserzeit. Sie war Malerin, Schriftstellerin, Lyrikerin, Weltreisende. Hier kommt ihre Autobiografie, veröffentlicht von ihrer Tochter im Jahre 1926.
Sie war als Blumenmalerin für ihre Stillleben anerkannt, verursachte dann aber mit dem Gemälde »Mors Imperator« (siehe das Cover) 1887 einen aufsehenerregenden Skandal. Viele sahen darin eine Anspielung auf den alten Kaiser Wilhelm I.
Sie hat das Bild später als den »Fluch ihres Lebens« bezeichnet, weil man sie fortan als Außenseiterin betrachtete. Dennoch machte sie Furore und etablierte sich als berühmte wie berüchtigte Künstlerpersönlichkeit der Kaiserzeit, befreundet oder bekannt mit prominenten Künstlern ihrer Zeit.
Trotz der Anerkennung kämpfte sie aber stets mit finanziellen Sorgen und der Missgunst der Kunstwelt. Ihr »Tempio« in Berlin-Lichtenrade, ein eigenwilliges, großes Kunst- und Wohnprojekt, symbolisierte ihre Bestrebungen, war aber auch eine große Belastung.
Die Flucht vor innerer Unruhe und Einsamkeit nach persönlichen Schicksalsschlägen trieb sie schließlich immer wieder zu ausgedehnten Reisen durch Europa, Amerika, Asien und Afrika, auf denen sie malte und schrieb. Ihre Memoiren zeichnen das Bild einer rastlosen Existenz, stets begleitet von Gefühlen tiefer Einsamkeit.
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