Der Ausgewiesene.
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Streckfuß’ politische Novelle aus dem Jahr 1850 schildert die systematische Zerstörung einer bürgerlichen Existenz durch einen rücksichtslosen Polizeistaat, der ganz offen gegen die Verfassung, gegen Recht und Gesetz verstößt.
Der Gymnasiallehrer Schubert, ein ehemaliger Anführer der 1848er-Revolution, wird wegen Besuchs einer demokratischen Versammlung entlassen und schließlich aus seiner Heimat ausgewiesen. Während seiner Emigration nach Turin nutzt sein Gegenspieler, Regierungsrat Baldemann, die bittere Not der Familie aus, um Schuberts Tochter Röschen zu entehren.
Die Handlung spielt im fiktiven norddeutschen Fürstentum Warburg ab März 1849, einer Zeit, in der Belagerungszustand und polizeiliche Willkür die errungene Freiheit schon wieder unterdrücken.
Das Besondere an der Novelle von Streckfuß ist seine scharfe Zeitkritik und die detaillierte Schilderung der Behördenschikanen. Er nutzt das fiktive „Warburg“ als Parabel, um die tatsächlichen Missstände in den deutschen Kleinstaaten – wie Korruption, Verfassungsbruch und die systematische Verfolgung Andersdenkender – in einem fiktiven Gewand darzustellen, und nicht zuletzt: um selbst der staatlichen Verfolgung zu entgehen.
Vgl. zu Streckfuß auch: Rüdiger Hachtmann: Adolph Streckfuß (1823-1895). Ein Demokrat im Visier preußischer Terrorismusfahnder. (2009)
Mehr Literarisches zur Revolution auf http://www.prosa1848.de
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Dates
- Issued
-
1850