LibraryAI - Wie Göttingen die wissenschaftliche Bibliothek mit KI neu denken kann
Description
Die digitale Transformation wissenschaftlicher Bibliotheken ist ein wesentlicher Aspekt der fortschreitenden Digitalisierung. Large Language Models (LLMs) versprechen eine Revolution im Zugang zu wissenschaftlicher Information. Das DFG-Projekt aus Göttingen namens “LibraryAI” hat das Ziel, einen virtuellen Forschungsassistenten zu entwickeln und zu erproben, der die Erschließung, den Zugang und die effektive Nutzung wissenschaftlicher Ressourcen verbessert. Forschende aller Disziplinen erhalten über eine interaktive Dialogschnittstelle neue Möglichkeiten zum Informationsabruf, präzisere Antworten, Zusammenfassungen, Übersetzungen und Unterstützung bei der Entdeckung neuer Erkenntnisse in der Literatur. Um die inhärenten Schwächen von LLMs wie Halluzinationen und statisches Wissen zu überwinden, wird LibraryAI auf Methoden der Retrieval-Augmented-Generation gestützt. Das System verbindet das Basis-LLM mit dem Bibliothekskatalog (z.B. Lukida), digitalen Repositorien und den Service-APIs der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB). Diese Architektur stellt sicher, dass Antworten aktuell, kontextrelevant und durch Quellenlinks nachvollziehbar und belegbar sind. In der Kooperation der SUB Göttingen, der Georg-August-Universität Göttingen und des wissenschaftlichen Rechenzentrums Göttingens (GWDG) wird ein zunächst experimentelles System entwickelt, das langfristig als offener und einheitlicher Zugangspunkt zur gesamten Wissensbasis der Bibliothek dienen soll.
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- Event: 10.5281/zenodo.19061095 (DOI)