Published March 9, 2026 | Version v1
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ESSAY: Metaphysik der S0-Singularität

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Dieses Essay geht einer radikalen Frage nach: Was passiert, wenn ein System seine eigene Grundlage im Nachhinein auslöscht? Das Kelemen-Dilemma beschreibt genau diese Paradoxie. Während die klassische Philosophie seit Leibniz darauf beharrt, dass alles einen „zureichenden Grund“ braucht, schlägt dieser Beitrag einen anderen Weg ein: Er rückt die „ursprunglosen Artefakte“ in den Mittelpunkt.
Durch das Konzept der „Ontologischen Trägheit“ wird deutlich, dass fundamentale Realitäten – der Urknall, das Absolute oder unser eigenes Bewusstsein – als S0-Singularitäten begriffen werden können. Es sind Tatsachen, die schlicht beharrlich existieren, auch wenn ihre logische Herleitung längst gekappt wurde. Mein Ziel ist es, das Staunen über diese unbegründete Präsenz wieder als eine wertvolle und befreiende Kategorie der Metaphysik zu etablieren.

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Working paper: 10.5281/zenodo.18913486 (DOI)

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2026-03-09

References

  • Leibniz, G. W. (1714): Monadologie.
  • Kelemen, H. L. (2026): Ontologische Paradoxie der retroaktiven Selbst-Annullierung. Zenodo. DOI: 10.5281/zenodo.18913486
  • Heidegger, M. (1957): Der Satz vom Grund. Neske.
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