Strukturelle Erosion und psychische Depletion Die Verkehrssteuerung im Spannungsfeld von Fachkräftemangel und institutionellem Versagen
Description
Dieser Essay bildet das theoretische Fundament für eine weiterführende soziologische Untersuchung professioneller Identität in kritischen Infrastrukturen. Er ist die unmittelbare Fortsetzung der phänomenologischen Analyse zur „Haftungsfalle“ der Richtlinie (Ril) 408 und dokumentiert den Übergang von der praktischen Dienstdurchführung zur wissenschaftlichen Reflexion.
Im Zentrum steht die Einführung des Begriffs „Das Paradoxon der funktionalen Erschöpfung“. Die Arbeit untersucht, wie operative Akteure im Schienenverkehr systemische Mängel durch den Einsatz individueller psychischer Energie (Fremd-Kompensation) ausgleichen. Dieser Prozess führt langfristig zu einer Erosion der mentalen Ressourcen (Ego-Depletion) und einem exekutiven Kollaps.
Besonderes Augenmerk liegt auf der „identitätspolitischen Orthopädie“ als symbolischer Widerstand gegen den organisationalen Niedergang. Diese Publikation dient als referenzierte Vorarbeit für das Forschungsprojekt „Habitus-Behauptung in der Mangelverwaltung: Eine soziologische Analyse professioneller Identität und symbolischen Widerstands am Beispiel der operativen Verkehrssteuerung“.
Keywords: Paradoxon der funktionalen Erschöpfung, Fremd-Kompensation, Habitus-Behauptung, Ril 408, Haftungsfalle, Vigilanz-Verdichtung, Ego-Depletion, KRITIS, Schienenverkehr, Symbolischer Widerstand, Embedded Researcher, Sahin-Projekt, Exekutiver Kollaps, Identitätspolitische Orthopädie.
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