Informatische Bildung im Zyklus 1. Eine qualitative Untersuchung zur Umsetzung und Akzeptanz des Minibiber-Projekts
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Mit dem wachsenden Stellenwert digitaler Kompetenzen im Bildungsbereich rückt die informatische Bildung zunehmend auch im Zyklus 1 (Kindergarten bis 2. Klasse) in den Fokus und es stellt sich die Frage, wie informatische Denkweisen altersgerecht vermittelt werden können, ohne dabei auf digitale Geräte angewiesen zu sein. Ein möglicher Ansatz sind die Aufgaben des Minibiber-Projekts. Diese Masterarbeit untersucht, wie das Minibiber-Projekt zur Förderung informatischer Bildung und insbesondere zur Entwicklung von Problemlösekompetenzen beitragen kann und unter welchen Bedingungen seine Aufgaben im regulären Unterricht umsetzbar sind. Im Mittelpunkt stehen dabei die Perspektiven von Lehrpersonen hinsichtlich ihres Interesses an informatischer Bildung sowie der Umsetzbarkeit der Aufgaben im schulischen Alltag. Theoretisch stützt sich die Arbeit auf Konzepte wie Computer Science Unplugged, Computational Thinking, das 8-Schritt-Modell für kompetenzorientiertes Lernen sowie die Zielsetzungen des Lehrplans 21. Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurden sechs leitfadengestützte Interviews mit Lehrpersonen aus dem Kanton Luzern geführt, die Erfahrung mit informatischer Bildung im Zyklus 1 haben. Die Interviews wurden transkribiert und mithilfe einer inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet, wobei deduktive Kategorien durch induktive ergänzt wurden. Die Arbeit liefert Einblicke in Gelingensbedingungen, Motivationen und Herausforderungen der informatischen Bildung im frühen Kindesalter. Sie richtet sich insbesondere an Lehrpersonen, Fachdidaktiker:innen und Entscheidungsträger:innen, die informatische Kompetenzen und Computational Thinking bereits im frühen Primarbereich nachhaltig fördern wollen. Die Ergebnisse zeigen, dass Lehrpersonen informatische Bildung grundsätzlich als bedeutsam einschätzen, jedoch unterschiedliche Voraussetzungen und Unterstützungsbedarf bestehen. Insbesondere die Aufgaben des Minibiber-Projekts werden als anschlussfähig an den regulären Unterricht wahrgenommen, sofern eine gewisse didaktische Flexibilität und fachliche Sicherheit gegeben ist. Es zeigen sich drei übergreifende Lehrpersonentypen, die verschiedene Zugangsmöglichkeiten und Weiterbildungsbedarfe verdeutlichen.
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