Published February 14, 2025 | Version v1

Neue Technologien in der Dysphagiebehandlung. Eine Übersicht über den aktuellen Stand und die Entwicklung von telemedizinischen, appbasierten und künstlich intelligenten Technologien in der Behandlung von oropharyngealen Dysphagien

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  • 1. ROR icon University of Teacher Education in Special Needs

Description

Bei der vorliegenden Bachelorarbeit handelt es sich um eine Literaturarbeit. Das Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Stand und die Entwicklung von neuen Technologien in der Behandlung von oropharyngealen Dysphagien zu schaffen.
Durch die freie Internetrecherche konnten drei Hauptkategorien an neuen Technologien identifiziert werden: Telemedizin, mobile Apps und Künstliche Intelligenz (KI). Ergänzend wurde eine gezielte Literaturrecherche in den Datenbanken «PubMed» und «SpeechBite» durchgeführt. Dabei wurden Studien aus den Jahren 2014 – 2024 zur telemedizinischen, appbasierten und künstlich intelligenten Dysphagiebehandlungen analysiert. In der Studienanalyse konnte nachgewiesen werden, dass die Telemedizin zur Dysphagiediagnostik und -therapie sowie zur interdisziplinären Zusammenarbeit vermehrt eingesetzt wird. Ein signifikanter Unterschied zur Face-to-Face-Modalität konnte nicht festgestellt werden. Mobile Apps für Dysphagie gibt es viele, jedoch sind nur wenige wissenschaftlich validiert. Die meisten Apps sind als digitales Übungsprogramm für zu Hause konzipiert und beinhalten teilweise Biofeedback-Elemente. Aktuell ist der Grossteil englischsprachig; deutschsprachige Apps befinden sich in der Entwicklung oder kurz vor der Veröffentlichung. Bei der Künstlichen Intelligenz können drei Hauptanwendungsbereiche unterschieden werden: Modelle, die bei einer Hospitalisierung die elektronische Gesundheitsakte auf Dysphagierisiken screenen, KI-gestützte Unterstützung bei der instrumentellen Dysphagiediagnostik und non invasive Diagnostik von Dysphagien durch Stimmanalyse oder zervikale Auskultation. Wie diese Technologien erfolgreich in die Praxis implementiert werden, wird sich in Zukunft zeigen. Die Studienergebnisse zeigen, dass telemedizinische, appbasierte und künstlich intelligente Technologien grosses Potenzial haben, eine frühzeitige und optimale Dysphagiebehandlung sicherzustellen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Sie unterstützen und ergänzen die Logopädinnen und Logopäden, ersetzen ihre Arbeit aber nicht.

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