Social Justice Leadership - Perspektive für Qualitätsmanagement in Schulen
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Die Bildungsreform 2017 markiert den Ausgangspunkt eines systemischen Wandels in Österreichs Bil-
dungssystem, wobei Diversität und Inklusion als essenzielle Qualitätsziele im Qualitätsmanagement für
Schulen verankert wurden. Die Steuerung erfolgt über verbindliche Qualitätsrahmen, die von allen Verant-
wortungsebenen – insbesondere Schulleitungen – die Förderung einer diversen Schulkultur und profes-
sionellen Umgang mit Vielfalt verlangen (Bildungsreformgesetz 2017). Social Justice Leadership (SJL) wird
hierzu als Schlüsselansatz eingeführt, da sich dieser zum Ziel setzt Bildungsqualität, Chancengerechtig-
keit und kritische Bewusstseinsbildung zu realisieren. SJL adressiert die Gerechtigkeitsdimensionen der
Verteilung, Anerkennung und Partizipation. Die Beförderung von sozialer Gerechtigkeit und Inklusion setzt
neben strukturellen und kulturellen Veränderungen die persönliche und professionelle Entwicklung der
pädagogischen Akteur:innen voraus. Herausforderungen wie z.B. bürokratische Hürden, Vorbehalte von
Stakeholdern oder Ressourcenmangel werden benannt. Ihnen ist durch gezieltes Leadership (u.a. durch
Qualifizierung, Resilienzförderung und partizipative Schulentwicklung) zu begegnen. Der Erfolg von SJL
bemisst sich dabei nicht ausschließlich an den Ergebnissen von Kompetenzmessungen, sondern ebenso
über die schulische Anerkennung und Teilhabe marginalisierter Gruppen, wobei die Entwicklung profes-
sionsbezogener ethisch-reflexiver Kompetenzen als zentraler Gelingensfaktor zu gelten hat.
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