"Die wissen ja auch nicht so genau, was sie wollen" - Empiriegestützte Einsichten in die Rolle und das Handeln von Schulentwicklungsberater:innen in Kärnten
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In einem zunehmend komplexen schulischen Umfeld gewinnen externe Unterstützungsangebote wie die
Schulentwicklungsberatung an Bedeutung für Innovation und Professionalisierung. Schulentwicklungs-
berater:innen agieren dabei nicht ausschließlich für die implementationsgetreue Umsetzung bestimmter
Vorgaben, sondern werden als vermittelnde Akteur:innen im schulischen Mehrebenensystem verstan-
den. Dabei unterstützen diese Schulen, indem sie externe Steuerungsimpulse in den schulischen Kontext
übersetzen, schulische Aushandlungsprozesse moderieren und die Kommunikation sowie Kooperation
zwischen Schulleitungen und Kollegien fördern. Sie begleiten Entwicklungsprozesse sowohl als Antwort
auf lokale Bedarfe als auch im Rahmen übergeordneter Vorgaben. Erste Ergebnisse einer qualitativen
Feldstudie deuten darauf hin, dass Schulentwicklungsberater:innen eine Vermittler:innenrolle zwischen
den Erwartungen der Bildungsdirektionen und der Eigenlogik der Schulen einnehmen. Ihre Funktion um-
fasst die Vermittlung zwischen Kollegien und Administration, die Mediation in Konflikten sowie die Förde-
rung der Professionalisierung von Lehrkräften und Schulleitungen. Von entscheidender Relevanz ist dabei
das Ausmaß, in dem externe Vorgaben an schulische Prozesse adaptiert werden und partizipative Aus-
handlungsprozesse ermöglicht werden. Die durch qualitative Inhaltsanalyse herausgearbeiteten Befunde
aus dem Shadowing von 17 Beratungsprozessen an Kärntner Schulen veranschaulichen, wie Schulentwi-
cklungsberater:innen ihre intermediäre Rolle in der Praxis ausgestalten.
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