Published May 16, 2025 | Version v1

Gleichgewicht im Alter: Zusammenhänge zwischen Gleichgewichtsveränderungen und Partizipation. Mögliche Ansatzpunkte in der Psychomotoriktherapie

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  • 1. ROR icon University of Teacher Education in Special Needs

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Altern ist ein unumgänglicher Prozess. Mit zunehmendem Alter finden beim Menschen biopsychosoziale Veränderungen statt, welche Auswirkungen auf das alltägliche Leben haben. Da in der Schweiz nur wenige Psychomotoriktherapeut:innen im Seniorenbereich tätig sind, ist es von hoher Relevanz, die Altersgruppen unserer Klient:innen auszuweiten. In der vorliegenden Arbeit wird thematisiert, wie sich das Gleichgewicht im Alter verändert und welche Einflüsse sie auf die Partizipation im Alltag und in der Gesellschaft haben kann. Um Einblick in die Befindlichkeit von Betroffenen zu erlangen, wurden durch leitfadengestützten Interviews drei Seniorinnen befragt. Ziel der Befragung war es, herauszufinden, wie die Gleichgewichtsveränderungen die Betroffenen im Alltag, und spezifisch, die Partizipation im Alltag und in der Gesellschaft beeinflussen. Ein weiteres Ziel ist es, im Forschungsbereich erste psychomotorische Ansatzmöglichkeiten für Senior:innen anzudenken. Die Ergebnisse zeigen, dass bei den Befragten eine positive Befindlichkeit zum Alterungsprozess vorliegt. Die altersbedingten Veränderungen in den Körperfunktionen werden von den Befragten vor allem im visuellen und auditiven, sowie am Bewegungsapparat wahrgenommen. Herausgefunden wurde, dass die Gleichgewichtsveränderungen wenig Einschränkungen in der Teilhabe verursachen. Es zeigt sich, dass bei den Befragten gewisse Bedürfnisse bezüglich der Teilhabe vorhanden sind. Es werden zudem Wünsche angesprochen, bei denen alltägliche Tätigkeiten und Routinen solange wie möglich aufrecht erhalten werden möchten. Dazu gehören zum Beispiel das Autofahren oder der tägliche Spaziergang zur Bäckerei. Aus psychomotorischer Sichtweise, würden sich Settings anbieten, welche auf die individuellen Bedürfnisse der Klienten abzielen. Einen guten Ansatzpunkt dafür würde das motogeragogische Konzept von Marianne Eisenburger bieten. 

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