VOM FEILKLOBEN ZUM SCHRAUBSTOCK – 2000 JAHRE KLEMMVORRICHTUNGEN IM HANDWERK
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Die Hände müssen in allen Handwerken nicht nur die Werkzeuge halten, sondern
auch das Werkstück festhalten. Wenn eine Arbeit beide Hände erforderte, halfen
dabei sehr oft auch die Füsse. Dort wo das Werkstück zu klein oder die erforder-
liche Spannkraft zu gross für die Finger resp. Zehen der Handwerkerinnen und
Handwerker waren, musste eine mechanische Spannhilfe her.
Seit der Antike sind handliche Kloben zum Festklemmen der kleinen Werkstü-
cke von Bijoutiers, Feinschmieden, Münzprägern, Kammmachern etc. bekannt. In
römischer Zeit bestanden solche Kloben aus Eisen. Im Mittelalter verlagerte sich
die Form in den wikingischen Norden, wo sie fortan aus Bein hergestellt wurde.
Weil Konstruktion und Handhabung äusserst einfach sind, ist es nicht verwunder-
lich, dass solche Geräte bis heute im Goldschmiedebedarf erhältlich sind.
Der Aufsatz zeigt den Weg der Entwicklung nicht nur dieser kleinen Kloben, son-
dern auch parallele Entwicklungen von handwerklichen Klemmen und Fixierungs-
hilfen auf. Er führt schliesslich zu den ersten Schraubstöcken, die recht spät – und
wohl in Nürnberg – erfunden worden sind.
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Dates
- Issued
-
2025