Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen – Diese Trends kommen auf die Unternehmen zu
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- 1. SKZ KFE gGmbH
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Die Analyse der zukünftigen Rahmenbedingungen und Trends bildet den Schwerpunkt des zweiten Arbeitspakets des Kompetenzzentrums KARE. Sie ergänzt die Bedarfsanalyse um eine fundierte Zukunftsperspektive und schärft die strategische Ausrichtung der Transformation zur Kreislaufwirtschaft. Ziel war es, zentrale Entwicklungen zu identifizieren, die in den kommenden Jahren auf die Branche zukommen, und daraus konkrete Handlungsbedarfe für Unternehmen – insbesondere KMU – abzuleiten.
Das Team von KARE untersuchte systematisch, wie sich Marktveränderungen, Beschäftigtenstruktur, politische und regulatorische Rahmenbedingungen sowie technologische und arbeitsgestalterische Trends auf die Kunststoffindustrie auswirken. Die Ergebnisse zeigen: Die Branche steht unter Druck. Umsatzrückgänge und Fachkräftemangel gefährden die Zukunftsfähigkeit vieler Betriebe. Besonders betroffen sind die Qualifikationsebenen „Helfer” und „Fachkräfte”. Unternehmen müssen gezielt in Qualifizierung und Bindung investieren, um die Transformation erfolgreich zu gestalten.
Auch die regulatorischen Anforderungen nehmen deutlich zu. Der EU-Green Deal, die nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie und neue Verordnungen verändern die Spielregeln grundlegend. Viele Unternehmen verlieren den Überblick über parallele Gesetzesinitiativen. KARE empfiehlt, Kompetenzen in strategischer Früherkennung und operativer Umsetzung aufzubauen.
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz stehen im Zentrum der technologischen Transformation. Anwendungen wie Design for Recycling, chemisches Recycling und vernetzte Produktionssysteme eröffnen neue Möglichkeiten, stellen aber hohe Anforderungen an Know-how und Investitionen. Die KARE-Umfrage zeigt: Der Umsetzungsgrad vieler Technologien ist noch gering – jetzt ist der richtige Zeitpunkt für gezielte Strategien.
Die Transformation betrifft auch Organisation und Kultur. Multidisziplinäre Teams, nachhaltige Arbeitsumgebungen und eigenverantwortlich gestaltete Arbeitsplätze gewinnen an Bedeutung. KARE empfiehlt, Beschäftigte durch Transition Management aktiv in den Wandel einzubinden sowie digitale Assistenzsysteme und flexible Arbeitsmodelle zu nutzen.
Die Analyse schließt mit einer praxisnahen Einordnung der Chancen und Risiken sowie konkreten Vorschlägen für Maßnahmen in Bereichen wie z.B. Qualifizierung, Betriebsorganisation, Ressourcenschonung und Rezyklatqualität. Damit liefert sie eine fundierte Grundlage für die strategische Weiterentwicklung der Branche.
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