Published September 28, 2022 | Version v1
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Das Modell von Open Educational Resources: Die Interaktionsordnung von (offenen) Bildungsprozessen

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Description

Der Vortrag widmet sich dem Modell der Open Educational Resources (OER) und stellt sie als zentrales Element offener Bildungsprozesse in der Hochschullehre vor. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie OER durch digitale Infrastrukturen entstehen, bereitgestellt und genutzt werden – und welche gesellschaftlichen und didaktischen Konsequenzen sich daraus ergeben. OER sind vielfältige Lehr- und Lernmaterialien, die frei zugänglich, veränderbar und weiterverbreitbar sind. Sie bieten eine Alternative zu geschlossenen Lehrplattformen und eröffnen neue Formen des Austauschs und der Teilhabe im Bildungsbereich. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern auch um Werte: OER beruhen auf rechtlicher Offenheit (etwa durch Creative-Commons-Lizenzen) und sozialen Prinzipien wie Bildungsgerechtigkeit und Inklusion. Zugleich betont der Vortrag, dass OER nur durch geeignete digitale Infrastrukturen wirksam werden – etwa durch Repositorien wie das ZOERR, die Funktionen wie Suchen, Ordnen und Hochladen ermöglichen. Die Produktion von OER bringt neue Anforderungen mit sich: Lehrende und Lernende müssen mit rechtlichen, technischen und didaktischen Fragen souverän umgehen können. Schließlich verweist der Vortrag auf eine grundlegende Polarisierung der Hochschullehre: zwischen analog und digital, zwischen geschlossen und offen. OER markieren in dieser doppelten Spannungsachse einen Weg hin zu einer kooperativen, zugänglichen und reflexiven Bildungskultur.

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Hiebl_2022_Folien_Das Modell von Open Educational Resources.pdf