Published June 22, 2022 | Version v1

CORPUS VITREARUM MEDII AEVI (CVMA)

  • 1. ROR icon Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities

Description

Die Potsdamer Arbeitsstelle für Glasmalereiforschung bildet gemeinsam mit ihrem Freiburger Pendant das interakademische Forschungsvorhaben Corpus Vitrearum Medii Aevi (CVMA) Deutschland, mit der Aufgabe der wissenschaftlichen Erfassung und Erforschung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher (bis etwa 1550) Glasmalereibestände in Deutschland. Die Basis hierfür sind fotografische Aufnahmen der Einzelscheiben und Fenster. Diese werden in den Corpusbänden veröffentlicht und für ausgewählte Standorte als nachnutzbare Forschungsdaten auf der Webseite https://corpusvitrearum.de/ angeboten. Die Voraussetzung für die Onlinepublikation ist eine Anreicherung der digitalen Bilddateien mit wissenschaftlichen Metadaten.

2015 wurde von beiden CVMA-Arbeitsstellen in Zusammenarbeit mit der Digitalen Akademie Mainz und TELOTA (The Electronic Life Of The Academy) eine projekteigene CVMA-XMP-Metadatenspezifikation entwickelt. Diese basiert auf bereits bestehenden Standards wie XMP, IPTC, Dublin Core, beinhaltet aber auch CVMA-spezifische Datenfelder für die kunsthistorische Erschließung der Glasmalereien. Erfasst werden sämtliche Informationen, die in Zusammenhang mit diesen stehen, wie Personen, Angaben zum Standort und der Position im Fenster, Ikonographie und Art der Aufnahme. Aufgrund des Vorgehens, die Metadaten in die Header der Bilddateien zu schreiben, bilden die digitalen Ressourcen zusammen mit ihren administrativen, beschreibenden und technischen Metadaten eine Einheit und können durch Dritte
rechtssicher nachgenutzt werden.

Die technische Betreuung des Projektes liegt bei TELOTA, dessen Kernaufgabe das Beschreiben der digitalen Ressourcen mit Metadaten und die regelmäßige Anpassung des Workflows an technische Änderungen ist. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Lagerung und Verfügbarmachung der digitalen Ressourcen. TELOTA betreut und unterstützt das CVMA bereits seit einem langen Zeitraum, etwa bei der Datenmigration einer Filemakerdatenbank in das XMP-Format, bei der die Informationen via ExifTool in das Bild geschrieben wurden. Für die Anreicherung mit Metadaten diente bisher vorderrangig FotoStation. Zurzeit gibt es einen Strategiewechsel durch die Entwicklung eines eigenen Tools namens CVMA Digitaler Ressourcen Manager (DRM), welches einen größeren Aufgabenbereich abdecken und die Daten zusätzlich in maschinen- und menschenlesbaren Formaten (JSON, CSV) speichern kann. Perspektivisch soll das Projekt für weiterführende Forschungen im Bereich der (Kunst-)Geschichte ausgebaut werden, so dass auch andere Projekte die Metadaten nachnutzen können.

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TELOTA_CVMA_20220531_V6.pdf

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Software

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