Published September 16, 2024 | Version v1

Open Science an der Universität Potsdam - Strategische Entwicklung und Kulturwandel für eine offene Wissenschaft

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Description

An der Universität Potsdam ist Open Science bereits in einigen Bereichen gelebte Praxis, während andere erst am Anfang eines Entwicklungsprozesses stehen. Mit der Etablierung von Open-Access-Diensten und Infrastrukturen wurde kurz nach Veröffentlichung der Berliner Erklärung in 2003 begonnen. Mit Beginn der DFG-Förderprogramme Open-Access-Publizieren im Jahr 2015 hat die UP erfolgreich Mittel für den Open Access Publikationsfonds eingeworben. Dieser wurde bis heute mit Mitteln der DFG in den verschiedenen Förderprogrammen unterstützt.

Der strategische Prozess zur Einführung eines institutionellen Forschungsdaten- und Softwaremanagements – als Voraussetzung für FAIR[1]- und Open-Data & Software-Praktiken – begann im Jahr 2019 mit der Nutzung des Research Infrastructure Self-Evaluation Framework (RISE)[2]. Das Framework wurde im Rahmen des BMBF Projekts FDMentor[3] für den deutschen Hochschulkontext als RISE-DE[4] adaptiert und breit nachgenutzt[5]. Die Förderung von Forschungsdatenmanagement mit dem Ziel der Open Data erstreckt sich über Handreichungen und Orientierungshilfen, wie Webseiten oder den im Verbundprojekt DDP Bildung entwickelten, standardisierten Datenmanagementplans für die Bildungsforschung Stamp[6]

Im Bereich Open Educational Resources wurde im Rahmen des MWFK- Projekts BrandenbOERg[7] 2021 ein Bericht zur „Implementierung von OER an den Hochschulen Brandenburgs“[8] veröffentlicht. Als Citizen Science in der Bildungsforschung lassen sich partizipative Forschungsformate betrachten, die Lehrkräfte, Lehramtsstudierende, Schulleitungen und Schüler:innen aktiv in den Forschungsprozess einbeziehen. Solche Forschungsvorhaben werden durch das Campusschulnetzwerk[9] der Universität Potsdam gefördert, durch das nachhaltige Forschungskooperationen mit der Schulpraxis etabliert werden. Aus diesen praxisorientierten Forschungsprojekten entstehen empirisch geprüfte Unterrichtsmaterialien, die als OER den Schulen zur Verfügung[10] gestellt werden.

Ein umfassender Schritt zur Umsetzung von Open Science erfolgte 2022 mit dem Projekt Road2Openness (R2O), das Stakeholder zusammenbrachte, um den Stand von Open Science an der Universität mithilfe eines Tools zur Selbsteinschätzung[11] zu bewerten und darauf aufbauend Leitlinien für Open Science zu verfassen[12] – die neben den oben genannten Handlungsfeldern Open Access, FAIR & Open Data inkl. Software und OER auch die Handlungsfelder Open Infrastructure und Citizen Science sowie Open Methods und Open Evaluation umfassen. Um den Kulturwandel zu einer offenen Wissenschaft zu unterstützen wurden an den Fakultäten der Universität Potsdam OS-Beauftragte benannt sowie ein Diskussions- und Informationsangebot mit Helpdesk aufgebaut[13].

Neben diesen Aktivitäten ist die Universität Potsdam in lokale Netzwerke wie Open Access Brandenburg[14], der Landesinitiative Forschungsdatenmanagement Brandenburg (FDM-BB)[15] und dem Netzwerk Forschungsdaten Berlin-Brandenburg[16] eingebunden sowie in OS-Arbeitsgruppen internationaler Netzwerke, wie der European Digital UniverCity (EDUC) und dem Young European Research Universities Network (YERUN). Auch die Beteiligung an NFDI-Konsortien spielt hierbei eine große Rolle. Dieses Engagement fördert den Austausch von Ideen und Good Practices, die wissenschaftliches und wissenschaftsunterstützendes Personal bei der Umsetzung von Open Science unterstützen.

Unser Poster zeigt den Auf-und Ausbau von Open Science-Strukturen an der Universität Potsdam um bei der DINI Jahrestagung mit Vertreter:innen anderer Einrichtungen dazu ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns auf den Austausch zu, u. a. Good Practices und möglichen Kooperationen zur Strategieentwicklung mittels Frameworks wie RISE, RISE-DE und Road2Openness.


[1] Wilkinson, M., Dumontier, M., Aalbersberg, I. et al. The FAIR Guiding Principles for scientific data management and stewardship. Sci Data 3, 160018 (2016). https://doi.org/10.1038/sdata.2016.18

[2] Rans, J and Whyte, A. (2017). ‘Using RISE, the Research Infrastructure Self-Evaluation Framework’ v.1.1 Edinburgh: Digital Curation Centre. www.dcc.ac.uk/guidance/how-guides

[4] Hartmann, N. K., Jacob, B., & Weiß, N. (2019). RISE-DE – Referenzmodell für Strategieprozesse im institutionellen Forschungsdatenmanagement (1.0). https://doi.org/10.5281/zenodo.3585556

[5] Bspw. durch Ariza de Schellenberger, A., Bobrov, E., Helbig, K., et al. (2023). Anwendung des FDM-Referenzmodells RISE-DE im Verbund : Ein Erfahrungsbericht aus der Berlin University Alliance. Bausteine Forschungsdatenmanagement, (2). https://doi.org/10.17192/bfdm.2023.1.8551

[12] Open-Science-Leitlinien der Universität Potsdam (2023) https://doi.org/10.25932/publishup-59489

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Additional details

Related works

Is derived from
Publication: 10.25932/publishup-59489 (DOI)
Is new version of
Poster: 10.5281/zenodo.10722161 (DOI)

Dates

Accepted
2024-05-08
25. DINI-Jahrestagung