Published March 1, 2024 | Version v01

Aktuelle FDM-Bedarfe Forschender an brandenburgischen Hochschulen

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  • 2. Archiv Grünes Gedächtnis
  • 3. Fachhochschule Potsdam
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  • 5. Technische Hochschule Brandenburg

Description

Abstract

Aktuelle FDM-Bedarfe Forschender an brandenburgischen Hochschulen

Daniela Mertzen1, Michael Panitz2, Claus Spiecker3, Ian Wolff4 & Carina Schiller5

1Universität Potsdam, 2Archiv Grünes Gedächtnis (zuvor Technische Hochschule Wildau), 3Fachhochschule Potsdam, 4Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, 5Technische Hochschule Brandenburg

 

Das Verbundprojekt IN-FDM-BB („Institutionalisiertes und nachhaltiges Forschungsdaten-management in Brandenburg”) zielt darauf ab, Dienstleistungen und technische Dienste zur Unterstützung im professionellen Umgang mit Forschungsdaten brandenburgweit zu institutionalisieren. Der Verbund besteht aus vier Universitäten und vier Hochschulen für Angewandte Wissenschaften[1]. Zur Weiterentwicklung von Strategien und Unterstützungsangeboten zum Forschungsdatenmanagement (FDM) – sowohl an jeder Hochschule als auch gemeinsam für Brandenburg – ist es wichtig, aktuelle FDM-Kenntnisse und Unterstützungsbedarfe der brandenburgischen Forschenden zu ermitteln. So können Angebote datenbasiert und zielgerichtet konzipiert werden.

Zu diesem Zweck wurde eine quantitative Bedarfserhebung zum FDM unter den Forschenden der am Verbundprojekt beteiligten Hochschulen durchgeführt. Die Bedarfserhebung wurde als Online-Umfrage[2] in deutscher und englischer Fassung zur Verfügung gestellt. Insgesamt umfasste die Erhebung 32 Fragen zu den Themenbereichen Datenquellen/-arten, Datenspeicherung, Datenpublikation, Nachnutzung, Organisation der Forschungsdatenverwaltung, Schulungs-/Unterstützungsbedarfe sowie Kenntnisse zu rechtlichen und ethischen Aspekten im Umgang mit Forschungsdaten.

Trotz stetig wachsender Anforderungen der Forschungsförderorganisationen, zeigen die Ergebnisse der Forschenden (N = 486) insgesamt einen eher niedrigen bis durchschnittlichen Kenntnisstand im professionellen Umgang mit Forschungsdaten. Als punktuelles Beispiel sind Datenmanagementpläne (DMP) ca. 55 % der Teilnehmenden unbekannt während 23 % der Teilnehmenden DMPs zwar kennen, aber nicht nutzen. 15 % der Teilnehmenden nutzen sie immer oder meistens zur Planung ihrer Forschungsvorhaben, weitere 7 % eher selten. Ein Viertel der Teilnehmenden hat bereits Forschungsdaten in einem digitalen Repositorium veröffentlicht; die Mehrheit hat dies jedoch (noch) nicht getan. Die Unterstützungsbedarfe der Forschenden sind vielfältig. Ein hoher Bedarf besteht vor allem an persönlicher Schulung und Beratung sowie technischer Unterstützung; als besonders wichtig wird Unterstützung u. a. in den Bereichen Datenpublikation/Open Access, Repositorien, Datenschutzrecht sowie Datendokumentation angesehen. 

Erste Schlussfolgerungen für die auf den Daten basierenden FDM-Maßnahmen für Brandenburg unterstützen die Etablierung zweier technischer Dienste: Das Tool RDMO (Research Data Management Organiser)[3] zur systematischen Planung eines Forschungsvorhabens mithilfe von DMPs und das Forschungsdatenrepositorium RADAR (Research Data Repository)[4] zur Veröffentlichung und Archivierung von Forschungsdaten. Eine bedeutende Rolle werden diesbezüglich der Aufbau eines zu verstetigenden, brandenburgweiten Helpdesks und regelmäßige Schulungsangebote spielen. Wichtige Bausteine solcher Schulungsangebote müssen u. a. Workflows zur Dokumentation, die Verwendung von Repositorien und das Thema Datenschutz sein. Weitere FDM-Maßnahmen werden aktuell anhand der in der Auswertung befindlichen Daten erarbeitet. Vorausblickend werden hierzu ebenfalls hochschul- und disziplinspezifische Aspekte beleuchtet, um möglichst passgenaue FDM-Unterstützungsangebote in Brandenburg aufzubauen. 

 

[1] Unis: Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Universität Potsdam; HAWs: Fachhochschule Potsdam, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, Technische Hochschule Brandenburg, Technische Hochschule Wildau

[2] Fragenkatalog basiert auf der Bedarfserhebung des Projekts EVER-FDM: https://fzdw.de/projekte/ever_fdm/

[3] https://rdmorganiser.github.io/

[4] https://radar.products.fiz-karlsruhe.de/de/radarabout/ueber-radar

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2024-01-Poster-RDA-DE-IN-FDM-BB-Bedarfserhebung_v01.pdf

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