Published December 14, 2023
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Agrarflächenverlust in Deutschland Bilanz und Begegnungsstrategien
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Die Fläche in Deutschland wird zu etwa 50 % landwirtschaftlich genutzt. Der Anteil sinkt, was auf verschiedene Ursachen zurückzuführen ist. So wurden von 2006 bis 2021 etwa 900 000 ha Agrarfläche (Acker- und Grünland) in andere Nutzungen überführt, wobei etwa 60 % davon Grünlandfläche betraf. Als Hauptursache wird die Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche identifiziert, die für 44,1 % des Agrarflächenverlusts verantwortlich ist. Waldfläche hat mit 43,5 % eine ähnlich große Bedeutung.
Möglichkeiten, den Agrarflächenverlust einzudämmen, ergeben sich bei der Betrachtung der jeweiligen Nachnutzungskategorien. Die konsequente Einhaltung des 30-XHektar-Ziels zur Neuinanspruchnahme von Siedlungs- und Verkehrsflächen und eine Ausweitung der Möglichkeiten zur Mehrfachnutzung von Flächen werden daher betont. Außerdem sollte auf den bereits bestehenden Agrarflächen Feldfrüchten, die der menschlichen Ernährung direkt dienen, mehr Gewicht gegeben werden.
Möglichkeiten, den Agrarflächenverlust einzudämmen, ergeben sich bei der Betrachtung der jeweiligen Nachnutzungskategorien. Die konsequente Einhaltung des 30-XHektar-Ziels zur Neuinanspruchnahme von Siedlungs- und Verkehrsflächen und eine Ausweitung der Möglichkeiten zur Mehrfachnutzung von Flächen werden daher betont. Außerdem sollte auf den bereits bestehenden Agrarflächen Feldfrüchten, die der menschlichen Ernährung direkt dienen, mehr Gewicht gegeben werden.
Die IÖR-Buchreihe Flächennutzungsmonitoring informiert umfassend, wie dem Flächenverbrauch durch eine kluge ressourcenschonende Flächenhaushaltspolitik begegnet werden kann. Dafür werden neue Instrumente aus Wissenschaft und Praxis beschrieben, die insbesondere die informatische Seite in den Blick nehmen. So wird gezeigt, wie hochauflösende Flächennutzungs-Monitoringsysteme und Kataster für Innenentwicklung, Brachen und Leerstands auszugestalten sind. Entsprechende Best-Practice-Beispiele des Flächenmanagements sind dokumentiert.
Mit diesem Buch und den Open Access veröffentlichten Präsentationen des Dresdner Flächennutzungssymposiums (DFNS) sollen der Praxis erprobte, konkrete und hilfreiche Informationen an die Hand gegeben werden, wie dem Flächenverbrauch auf allen Entscheidungsebenen begegnet werden kann.
Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung veröffentlicht hiermit inzwischen den 15. Band der etablierten Buchreihe „Flächennutzungsmonitoring“
(www.ioer.de/publikationen/ioer-schriften).
(www.ioer.de/publikationen/ioer-schriften).
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Lydia Kern, Gotthard Meinel_Seite 379-387.pdf
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2023-12-14