Published December 17, 2018 | Version v1
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Stenus marcopoloi Puthz 2018, nov.sp.

Authors/Creators

Description

Stenus marcopoloi nov.sp. (Abb. 4, 19, 118, 171, 208)

M a t e r i a l: Holotypus (♂) und 1♂, 4♀♀ - Paratypen: CHINA: W Hubei, Daba Shan, creek valley 8 km NW Muyuping, 31 o 29’N, 110 o 22’E, 1550-1650m, deciduous forest, 18.VII.2001, M. Schülke (CH 01-16 A). - HT und PTT in coll. Schülke (Berlin), 2 PTT in cP.

B e s c h r e i b u n g: Apter,schwachglänzend,Kopf und Abdomen schwarz, Pronotum und Elytren mit schwachem Braunanflug; Vorderkörper grob und sehr dicht, Abdomen vorn grob und dicht, hinten fein und ziemlich dicht punktiert; Beborstung dicht, anliegend. Paraglossen oval. Kiefertaster und Fühlerbasis gelb, Fühlerkeule gebräunt, Beine hellbraun, Schenkelspitzen kaum dunkler, Tarsen gelb. Clypeus schwarz, Oberlippe braun, dünner beborstet. Abdomen seitlich ungerandet (auch das 3. Segment), 4. Glied gelappt.

Länge: 2,0- 2,4mm (Vorderkörperlänge: 1,2-1,3mm).

PM des HT: HW: 26,5; DE: 12,5; PW: 18; PL: 19; EW: 22; EL: 18; SL: 15.

Männchen: Beine einfach. Metasternum leicht eingedrückt, grob und sehr dicht auf glattem Grund punktiert und beborstet. Vordersternite einfach, 7. Sternit längs der Mitte leicht abgeflacht und daselbst dichter als an den Seiten punktiert und beborstet, Hinterrand nicht ausgerandet. 8. Sternit mit stumpfwinkliger Ausrandung etwa im hinteren Achtzehntel. 9. Sternit apikolateral mit spitzem Zahn. 10. Tergit am Hinterrand abgerundet. Aedoeagus (Abb. 171), Apikalpartie des Medianlobus stumpfwinklig in eine abgerundete Spitze verengt, ventral mit einigen Sinnesborsten; im Innern werden eine grosse Ausstülpspange sowie ein kegelförmiger Innensack deutlich; Parameren viel länger als der Medianlobus, in ihrem Spitzendrittel mit etwa 20 Borsten.

Weibchen: 8. Sternit zum Hinterrand stumpfwinklig verengt. Valvifer apikolateral spitz. 10. Tergit wie beim Männchen. Spermatheka (Abb. 208), Infundibulum dreimal so lang wie breit, mittlerer Spermathekengang dreimal gewunden, Endschlauch viel länger als der mittlere Spermathekengang.

Kopf viel breiter als die Elytren, Stirn schmal, mit tiefen Längsfurchen, Mittelteil deutlich schmäler als jedes der Seitenteile, deutlich erhoben, etwa die Höhe der Augeninnenränder erreichend; Punktierung grob und seitlich sehr dicht, mittlerer Punktdurchmesser etwa so gross wie der Querschnitt des 8. Fühlergliedes (also grösser als der grösste Querschnitt des 3. Fühlergliedes), Punktzwischenräume deutlich kleiner als die Punktradien, nur auf dem First des Mittelteils grösser (Abb. 4). Fühler mässig lang, zurückgelegt den Hinterrand des Pronotums erreichend, vorletzte Glieder wenig länger als breit. Pronotum fast so breit wie lang, in den vorderen drei Fünfteln seitlich konvex, hinten deutlich konkav eingezogen; eine, vorn und hinten abgekürzte, mittlere Längsfurche, etwa einpunktbreit, ist deutlich, der seitliche Quereindruck in mittlerer Höhe fällt kaum auf; Punktierung deutlich gröber als auf der Stirn, auch sehr dicht, mittlerer Punktdurchmesser gut so gross wie der apikale Querschnitt des 2. Fühlergliedes (Abb. 19). Elytren trapezoid, breiter als lang, Schultern schräg, Seiten flachkonvex, mässig erweitert, Hinterrand breit ausgerandet; keine auffälligen Eindrücke; Punktierung so grob und fast ebenso dicht wie am Pronotum. Abdomen zylindrisch, ohne Seitenrandung, basale Querfurchen der vorderen Segmente sehr tief, 7 Tergit ohne apikalen Hautsaum; Punktierung vorn fast so grob und dicht wie neben den Augen, nach hinten feiner werdend, aber überall dicht; auf dem 7. Tergit sind die Punkte kleiner als der basale Querschnitt des 3. Fühlergliedes, ihre Abstände etwas grösser als die Punkte (Abb. 118). An den Beinen sind die Hintertarsen etwa drei Fünftel schienenlang, ihr 1. Glied ist fast so lang wie die drei folgenden Glieder zusammengenommen, deutlich länger als das Klauenglied, das 4. Glied ist sehr schmal gelappt. Das Abdomen ist sehr flach genetzt, der Vorderkörper zeigt Netzungsspuren.

D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e: Diese neue Art gehört in die S. cephalotes- Gruppe und sieht hier vielen kleinen Arten ähnlich. Von S. breviculus TANG & PUTHZ unterscheidet sie sich äusserlich unter anderem durch gröbere Punktierung, von S. latipectus TANG & PUTHZ durch breiteren Kopf und nahezu ebene Elytren, von S. tianquanesis TANG & PUTHZ durch breiteren Kopf sowie durch gröbere und dichtere Abdominalpunktierung.

E t y m o l o g i e: Mit dem Namen dieser neuen Art erinnere ich an Marco Polo (̴ 1254- 1324), einen der (vermutlich) ersten Europäer, der China besucht und darüber in seinem Buch "Die Aufteilung der Welt" berichtet hat.

Notes

Published as part of Puthz, Volker, 2018, Neue Stenus- Arten aus China (1) (Coleoptera, Staphylinidae) 359. Beitrag zur Kenntnis der Steninen, pp. 1329-1401 in Linzer biologische Beiträge 50 (2) on pages 1347-1348, DOI: 10.5281/zenodo.5275141

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Linked records

Additional details

Biodiversity

Collection code
A
Event date
2001-07-18
Verbatim event date
2001-07-18
Scientific name authorship
Puthz
Kingdom
Animalia
Phylum
Arthropoda
Order
Coleoptera
Family
Staphylinidae
Genus
Stenus
Species
marcopoloi
Taxon rank
species
Taxonomic status
sp. nov.
Type status
holotype , paratype
Taxonomic concept label
Stenus marcopoloi Puthz, 2018