Ökozentrische Soziale Arbeit: Ein Ansatz für die Transformation traditioneller Sozialer Arbeit
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Die anthropogen verursachte Klimakrise und die daraus entstehenden Folgen für Mensch und Natur, wird als die grösste soziale Herausforderung betrachtet und betrifft alle. Die Soziale Arbeit, welche sich für die Lösung sozialer Probleme einsetzt, bleibt jedoch mit ihrem traditionellen Paradigma aussen vor. Es existiert kein Auftrag und keine ethische Begründung für eine ökologisch orientierte Soziale Arbeit.
Das Ziel der vorliegenden Literaturarbeit ist die Erarbeitung von Methoden, welche die Transformation der traditionell anthropozentrischen Sozialen Arbeit, hin zu einer ganzheitlichen und ökozentrischen Profession begünstigen. Um die Fragen zu beantworten, wie eine solche Transformation angeregt werden kann, wurde die bestehende, vorwiegend englischsprachige Literatur über ökologisch-kritische Soziale Arbeit sowie Umweltethik, analysiert und ausgewertet. In der Arbeit wird aufgezeigt, was unter dem naturethischen Ökozentrismus verstanden wird und wie dieses Konzept dem aktuellen Paradigma der Sozialen Arbeit gegenübersteht. Weiter werden die Berührungspunkte der Sozialen Arbeit mit der ökologischen Krise dargelegt. Es wird verdeutlicht, warum die ökozentrische Soziale Arbeit für die Profession so von Bedeutung ist und wie dieses Paradigma implementiert und nachhaltig verankert werden kann.
Die Auswertung der Literatur hat dabei gezeigt, dass der ökozentrische Gedanke in der Sozialen Arbeit vorhanden, jedoch nicht im normativen Denken und Handeln der Profession verankert ist. Gleichzeitig hat sich herauskristallisiert, dass sich in der Sozialen Arbeit, hauptsächlich im latein- und nordamerikanischen sowie im australischen und skandinavischen Raum ein ökozentrisches Weltbild etabliert. Obwohl dieses Paradigma aktuell noch eine alternative Nische in der Sozialen Arbeit darstellt, konnten in der vorliegenden Arbeit Methoden für die Praxis und auch die Ausbildung der Sozialen Arbeit entworfen werden, welche den Weg für eine ökozentrische Transformation des bisher dominierenden anthropozentrischen Paradigmas in der Sozialen Arbeit ebnen können.